Justiz, Rettung und Zivildienste VBV-Vorsorgekasse investiert in soziale Infrastruktur

Raymond Jacobs ist Portfoliomanager des neuen Infrastrukturfonds.  | © Franklin Templeton

Raymond Jacobs ist Portfoliomanager des neuen Infrastrukturfonds. Foto: Franklin Templeton

Franklin Templeton hat einen neuen Fonds für sogenannte soziale Infrastruktur aufgelegt. Die Manager des Franklin Templeton Social Infrastructure Fund wollen europaweit in Immobilien investieren, in denen soziale Dienstleistungen angeboten werden. Sie verfolgen das Ziel, hochwertige Objekte in Metropolen der Europäischen Union (EU), der Schweiz und im Vereinigten Königreich zu erwerben, die Ausschüttungen mit sich bringen. Beispiele für Gebäude der sozialen Infrastruktur sind Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, soziale und erschwingliche Wohnungen sowie Gebäude im Zusammenhang mit Justiz, Rettung und Zivildiensten. 

Das Portfolio ist noch äußerst überschaubar. Es umfasst bislang lediglich ein Justizgerichtsgebäude in Madrid, eine medizinische Klinik in London und eine Altenpflegeeinrichtung in einem Vorort von Mailand. Noch im ersten Quartal 2019 will das Management des Fonds weitere Objekte erwerben. In der „Pipeline“ seien Anlagen von über 500 Millionen Euro.

Der von Franklin Real Asset Advisors (FRAA) verwaltete und AIFMD-konforme Fonds steht ausschließlich professionellen Anlegern offen und ist nicht börsennotiert. Im vergangenen Jahr sammelte der Fonds bereits 158 Millionen Euro ein und wirbt nun aktiv mit seinen namhaften Geldgebern. Die Anlegerbasis bestehend aus acht europäischen und kanadischen institutionellen Investoren.

Zum Anlegerkreis gehört mit der VBV-Vorsorgekasse eine Pensionseinrichtung aus Österreich. Die VBV ist die größte von insgesamt acht Vorsorgekassen in der Alpenrepublik. Sie verwaltet und investiert die Beiträge von über 2,9 Millionen Anwartschaftsberechtigten. Dabei verfolgt sie nach eigener Aussage eine nachhaltige und sichere Anlagestrategie. 

Öffentliche Mittel sind knapp 

Raymond Jacobs, Geschäftsführer und Portfoliomanager des neuen Infrastrukturfonds, geht davon aus, dass die Kluft zwischen dem, was für den Aufbau und die Aufrechterhaltung einer angemessenen sozialen Infrastruktur erforderlich ist und den für die Finanzierung dieser Projekte verfügbaren Ressourcen, immer größer wird. „Öffentliche Investitionen allein reichen nicht aus, um diese Lücke zu schließen, und soziale Infrastruktur hat sich als wichtige und wertvolle Investitionsmöglichkeit für Investoren des privaten Sektors erwiesen“, so Jacobs.

Finanzielle, soziale und ökologische Rendite 

Franklin Templeton deklariert das neue Anlagevehikel als Impact-Fonds. Damit ist gemeint, dass die Fondsmanager neben einer finanziellen Rendite auch eine messbare soziale und ökologische Rendite erreichen wollen. Der neue Fonds sei der erste seiner Art, der von Franklin Templeton in Europa angeboten wird. Der Ansatz soll zu sechs der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung beitragen: Gesundheit und Wohlbefinden, qualitativ hochwertige Bildung, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, nachhaltige Städte und Gemeinden, Klimaschutz und Leben auf dem Land.