Folgt auf Heiko Schlag Axel Hoffmans wird Deutschland-Chef von Julius Bär

Axel Hoffmanns schied Ende Juni bei der HSBC Deutschland aus.

Axel Hoffmanns schied Ende Juni bei der HSBC Deutschland aus. Foto: HSBC/Archiv

Axel Hoffmans, bis vor Kurzem Leiter Private Banking der HSBC Deutschland, wechselt zu Julius Bär Deutschland. Wie mittlerweile bestätigt, wird Hoffmans spätestens zum 1. Januar 2025 bei der deutschen Tochtergesellschaft der Schweizer Bank einsteigen – und die Nachfolge von Deutschland-Chef Heiko Schlag antreten. Die Berufung bedarf noch der Zustimmung der Aufsichtsbehörden.

Neben Hoffmans wechselt auch Stefan Spieler, seit über 17 Jahren bei der HSBC, zu Julius Bär Deutschland. Er wird sich künftig um die Geschäftsentwicklung der Bank kümmern. „Axel
Hoffmans bringt die notwendige Erfahrung sowie die fachlichen und menschlichen Führungsqualitäten mit, um unsere bereits äußerst erfolgreiche und wachsende Bank in
Deutschland in die Zukunft zu führen. Gemeinsam mit Dr. Stefan Spieler wird er neue Impulse für
die weitere Entwicklung des Leistungsversprechens an unsere Kundinnen und Kunden geben“, sagt Patrick Prinz, Market Head Deutschland & Österreich von Julius Bär.

Axel Hoffmans leitete vier Jahre das Private Banking der HSBC

Hoffmans bringt das Rüstzeug für die Führungsposition bei Julius Bär Deutschland mit. Ende Juni verließ der 52-Jährige die HSBC Deutschland und übergab die Bereichsleitung an Liv Wyen. Seit 2020 hatte er das derzeit etwa 26 Milliarden Euro schwere Private Banking geleitet.

Vor seinem Wechsel zur HSBC war Hoffmans für die Credit Suisse in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig, unter anderem als Leiter Konzernstrategie Zentraleuropa sowie als Verantwortlicher für das institutionelle & Wholesale-Geschäft im Asset Management in Deutschland und Österreich. Nun zieht es ihn erneut zu einer Schweizer Bank – deren Geschäft hierzulande zuletzt erfolgreich lief.

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Heiko Schlag war seit 2012 Deutschland-Chef von Julius Bär

Im vergangenen Jahr konnte Julius Bär Deutschland das Provisionsergebnis um 8 Prozent auf 95 Millionen Euro steigern. Die Bruttomarge verbesserte sich von 85 auf 90 Basispunkte. Geholfen habe der Bank, dass die große Mehrheit der Kunden ein Beratungsmodell mit einer „All-in-Fee“ wählten, erklärte Schlag.

 

Schlag begann seine Karriere bei der Hypovereinsbank und war Teil der Geschäftsleitung im Private Banking. Seit 2010 ist er Vorstand der Deutschland-Tochter von Julius Bär und übernahm 2012 den Vorstandsvorsitz. Da Schlag im September 61 Jahre alt wird, liegt es auf der Hand, dass die Bank mittelfristig eine Nachfolge für den Vorstandschef vorbereitet.

Schlag hatte die Schweizer Bankführung schon im vergangenen Jahr darüber informiert, dass er für eine Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung stehe, sich demnach auf private Themen konzentrieren wolle. „Die Entscheidung unseres sehr geschätzten Vorstandsvorsitzenden, Heiko Schlag, respektieren, bewundern und bedauern wir zugleich. Herr Schlag hat in den vergangenen 13 Jahren die Bank Julius Bär zu einer der führenden Adressen im Private Banking in Deutschland entwickelt, ein starkes Team an Kundenberaterinnen und -beratern aufgebaut und eine Reihe neuer, profitabler Standorte gegründet. Für die Kolleginnen und Kollegen war und ist er eine herausragende Führungskraft und für Kundinnen und Kunden eine wichtige Bezugsperson“, betont Prinz: „Wir bedanken uns sehr bei Heiko Schlag für seinen unermüdlichen Einsatz.

Neben Schlag, für den Hoffmans folgt, gehören Finanz- und Risikochef Thomas Falk sowie Cornelia Thum dem Julius-Bär-Vorstand an. Mit dem Eintritt von Thum, die als Chief Operating Officer die Bereiche Operations, IT und Projekte verantwortet, war der Vorstand im vergangenen Jahr von zwei auf drei Mitglieder erweitert worden.

Julius Bär Deutschland unterhält Standorte am Hauptsitz in Frankfurt am Main sowie in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Kiel, Mannheim, München, Stuttgart und Würzburg. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Julius-Bär-Gruppe in Zürich, deren verwaltetes Vermögen sich Ende April 2024 auf 471 Milliarden Schweizer Franken belief.

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