J.P. Morgan Private Client Survey Investoren: Europa wird 2014 wachsen

Europäische Investoren sehen Europe 2014 ganz vorn. | © J.P. Morgan

Europäische Investoren sehen Europe 2014 ganz vorn. Foto: J.P. Morgan

95 Prozent der Investoren gehen davon aus, dass Europa 2014 wirtschaftlich wachsen wird. Das ist das Ergebnis des „Private Client Survey“ der US-Bank J.P. Morgan, die zwischen Januar und Februar 2014 mehr als 900 superreiche und reiche europäische Investoren (Ultra High Net Worth und High Net Worth) befragte.

Demnach glauben 49 Prozent von ihnen an eine Wachstumsrate von einem Prozent in Europa. Ein Viertel sieht sie bei 1,5 Prozent. Zu 2 Prozent Wachstumsrate bekennen sich lediglich 3,5 Prozent der Investoren. Immerhin 20 Prozent zeigen sich mit einem erwarteten Wachstum von 0,5 Prozent jedoch auch verhaltener. Und 5 Prozent glauben sogar, dass die europäische Wirtschaft gar nicht wachsen wird.

Als Anlagevehikel sehen die befragten Investoren dabei Aktien ganz vorn. Sie sollen demnach von allen Asset-Klassen in diesem Jahr am besten abschneiden. Vor allem spanische (70 Prozent), deutsche (59 Prozent) und griechische Investoren wollen dabei am meisten zugreifen. 31 Prozent der europäischen Investoren setzen 2014 hingegen auf alternative Investments und Hedgefonds. Vor allem niederländische Investoren (67 Prozent) und Investoren aus der Schweiz (32 Prozent) zeigen hieran Interesse.

Generell gehen die Befragten davon aus, dass Anleihen die Leistung der vergangenen 20 Jahre nicht noch einmal liefern können. Lediglich 5 Prozent sehen diese Anlageklasse als guten Leistungsbringer 2014.

Europa könnte 2014 die beste Region am Aktienmarkt werden, meinen 39 Prozent der Befragten. Aber auch andere Märkte haben sie auf dem Schirm: Die USA (35 Prozent), die Schwellenländer (15 Prozent) und auch Japan (12 Prozent) könnten Europa Konkurrenz machen, meinen die Investoren.

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Bei Investments im Rentenbereich sehen 59 Prozent eine Risikopapiere (Credit) als besten Leistungsbringer 2014. Gefolgt von Schuldtiteln aus den Schwellenländern (18 Prozent), traditionellen Renten (12 Prozent) und Cash (11 Prozent).

Dabei planen 52 Prozent der befragten Investoren, mehr Cash in Aktien zu stecken. 18 Prozent wollen damit in Alternativen gehen. Lediglich 18 Prozent planen, ihr Cash-Niveau zu halten, während 8 Prozent ihren Cash-Anteil hochfahren wollen.

Im Herbst 2013 hatten die Investoren vor allem gegenüber China die meisten Bedenken. Jetzt haben sie das geopolitische/politische Umfeld im Blick. 33 Prozent sehen hier 2014 das größte Risiko für den Markt. Gefolgt vom Tapering der Fed (30 Prozent), europäischer Deflation (21 Prozent) und zu hohen Aktien-Bewertungen (17 Prozent).

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