J.P. Morgan plant einen Hamburger Standort für seine Private-Banking- und Vermögensverwaltungskunden. „Wir planen, ein neues Büro in Hamburg zu eröffnen, das sich schwerpunktmäßig um die Betreuung vermögender Kunden in Norddeutschland kümmern soll“, sagt Pablo Garnica, Vorstand der J.P. Morgan Private Bank für die EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) in einem Handelsblatt-Interview (Bezahlschranke).
Deutschland ist wachstumsstarker Private-Banking-Markt
Die Details seien noch offen. So gebe es noch keinen konkreten Eröffnungstermin. Ebenso ungeklärt ist die Anzahl der Mitarbeitenden, die Mindestzahl liege jedoch zwischen fünf und zehn.
Über die Gründe für den neuen Standort äußerte sich Garnica. Die Erträge im deutschen Private-Banking-Geschäft seien in den vergangenen Jahren jährlich um 20 bis 30 Prozent gestiegen, das verwaltete Vermögen sogar um 40 Prozent. Und J.P. Morgan gewinne „viele neue Kunden“, so Garnica.
Neue Standorte und Kundennähe als Teil der Wachstumsstrategie
In den kommenden Jahren wolle sich die Bank auf das Wachstum des Geschäfts vor Ort konzentrieren, dieses soll organisch sein. J.P. Morgan strebe im deutschen Private-Banking-Markt daher keine Übernahmen an.
Teil der Wachstumsstrategie sei hingegen der Ausbau neuer Standorte. „In Deutschland ist das Vermögen breit über das Land verteilt, deshalb ist es wichtig, nah an den Kunden zu sein, egal wo sie sich befinden“, so Garnica.
Auch von Berlin aus sollen künftig vermögende Kunden betreut werden. Hier ist J.P. Morgan bereits mit seiner Onlinebank Chase vertreten. Hinzu kommt ein Büro in München, das erst im Februar dieses Jahres eröffnet wurde. Die Bank ist seit zwei Jahrzehnten im deutschen Private-Banking-Markt aktiv. Hauptsitz ist in Frankfurt.