Überraschende Ankündigung bei der Munich Re. Joachim Wenning, seit 27. April 2017 Vorstandsvorsitzender bei dem weltgrößten Rückversicherer, hört zum Jahresende auf. Der 60-Jährige teilte mit, „dass er seine Vorstandstätigkeit nach reiflicher Überlegung nicht über den 31. Dezember 2025 hinaus fortzuführen wünscht“, schreibt das Unternehmen.
Aus persönlichen Gründen werde er mit Abschluss des aktuellen Strategieprogramms „Ambition 2025“ in den Ruhestand treten, so der Konzern. Familiäre Gründe sollen den Ausschlag für die Entscheidung gegeben haben, heißt es laut der Süddeutschen Zeitung dazu aus Branchenkreisen.
Eine Vertragsverlängerung wäre möglich gewesen, Munich Re hat die Altersgrenze für Vorstände auf 67 Jahre festgelegt. Nach dem 60. Lebensjahr können Vorstandsverträge bei dem Rückversicherer jährlich gekündigt werden.
Wennings Ankündigung zieht personelle Wechsel nach sich
Nachfolger ist ab dem 1. Januar 2026 Christoph Jurecka. Er gehört dem Konzern seit 2011 an, zunächst als Mitglied des Vorstands der Ergo Group. 2019 wechselte er in den Vorstand von Munich Re als Finanzchef (Chief Financial Officer).
Jureckas Nachfolge widerum übernimmt Andrew Buchanan zum zum Anfag des kommenden Jahres Finanzchef wird und damit in den Vorstand einzieht. Der gebürtige Südafrikaner kam 2011 zu Munich Re. Seit 2017 ist er CFO der Rückversicherung.
Darüber hinaus wurde Robin Johnson ab 1. August 2025 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Er übernimmt die neu geschaffene Rolle des Chief Technology Officer (CTO) von Munich Re. Der gebürtige Brite ist seit 2017 für den Konzern tätig, bislang als Chief Information Officer der Rückversicherung. 2023 wurde er zusätzlich als CTO in den Vorstand der Ergo Group bestellt und ist zugleich Vorstandsvorsitzender bei Ergo Technology & Services Management.
Wenning konnte Aktienkurs und Nettogewinn erhöhen
Wenning verbrachte sein gesamtes Berufsleben bei der Munich RE. Bereits seit 2009 gehört er dem Vorstand des Dax-Konzerns an. Er verantwortete zunächst das Ressort Leben, ab Oktober 2013 den Zentralbereich Human Resources und war gleichzeitig Arbeitsdirektor. Zuvor war er Vorstandschef der Neuen Rück in Genf.
Der Nettogewinn des Rückversicherers stieg seit seit dem Wenning an der Spitze steht von 2,1 Milliarden Euro auf 5,7 Milliarden Euro in 2024. Für das aktuelle Jahr peilt der Konzern ein Nettoergebnis von sechs Milliarden Euro an. Von Anfang 2019 bis heute verdreifachte sich der Aktienkurs des Dax-Konzerns, liegt derzeit bei 579 Euro.
