Neuer Präsident in Aussicht Joachim Nagel soll Weidmann-Nachfolger bei der Bundesbank werden

Joachim Nagel

Joachim Nagel: Die Regierungsparteien SPD und FDP schlagen den Banker als Präsident für die Deutsche Bundesbank vor. Foto: Imago Images / Sepp Spiegl

Joachim Nagel soll neuer Präsident der Deutschen Bundesbank werden. Das verkündete Bundesfinanzminister Christian Lindner nach entsprechenden Gerüchten auf Twitter. Demnach schlagen Linder und Bundeskanzler Olaf Scholz gemeinsam Nagel als Nachfolger von Jens Weidmann vor, Medienberichten zu Folge kommt die Initiatividee aber aus der FDP. Lindner nannte Nagel auf Twitter eine „erfahrene Persönlichkeit, die die Kontinuität der Bundesbank sichert“.

Der Volkswirt Nagel war zuletzt bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich als stellvertretender Leiter des Bankbereichs tätig. Von 2017 bis 2020 arbeitete er im Vorstand der KfW Bankengruppe und verantwortete dort das internationale Geschäft. Außerdem saß er zwischen 2018 und 2020 im Aufsichtsrat der Deutschen Börse. Der Präsidentenposten bei der Deutschen Bundesbank wäre für Nagel ein Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Ab 1999 war er bereits schon einmal bei der Bundesbank aktiv und ersetzte 2010 unter anderem den zurückgetretenen Thilo Sarrazin im Vorstand.


Nagel würde als Bundesbankpräsident auf Jens Weidmann folgen, der im Oktober nach rund zehn Jahren an der Spitze der Bundesbank aus persönlichen Gründen zurücktrat. Die formelle Ernennung nimmt der deutsche Bundespräsident vor, die Amtszeit liegt normalerweise bei acht Jahren.