Nach neun Jahren im Vorstand der Evangelischen Bank hat Joachim Fröhlich die Position auf eigenen Wunsch verlassen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest, wie die Bank dem private banking magazin mitteilt. „Derzeit läuft die Suche nach dem dritten Vorstandsmitglied,“ sagt Pressesprecher Andreas Köster gegenüber der Redaktion.
Er entschied sich bereits im März, seine derzeitige Position zu verlassen. „Wir sind im Guten auseinander gegangen“, sagt er gegenüber der Redaktion. „Die Bank verliert ein allseits anerkanntes und geachtetes Vorstandsmitglied“, sagt Sabine Korb-Chrosch, Vorsitzende des Aufsichtsrats.
Aktuell sind die von Fröhlich verantworteten Direktionen auf Thomas Katzenmayer, Vorsitzender des Vorstands, und Olaf Kreuzberg, Mitglied des Vorstands, aufgeteilt. Katzenmayer übernimmt das Bilanzstrukturmanagement & Treasury, Vertrieb Kirche & Institutionelle Anleger sowie Sustainable Investment Management. Kreuzberg verantwortet Business Development & Operations.
Fröhlich kam 2011 als Leiter Vermögensmanagement und Treasury zur Kasseler Bank. Er verantwortete die Bereiche Vermögensmanagement und Asset Management, wurde Generalbevollmächtigter und rückte im Juli 2017 mit 46 Jahren in den Vorstand auf. Insgesamt war er 15 Jahre für das Haus tätig. Fröhlich ist zudem Kuratoriumsmitglied der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland.
Bilanzsumme von rund 8,8 Milliarden Euro
Die Evangelische Bank ist mit einer Bilanzsumme von rund 8,8 Milliarden Euro eine der größten Genossenschaftsbanken. Das betreute Kundenvolumen beläuft sich auf rund 22,3 Milliarden Euro. Sie vergab im Jahr 2025 Kredite für die Kirche, Diakonie, sowie Gesundheits- und Sozialdienstleistungen in Höhe von rund 331,3 Millionen Euro.