McKinsey-Studie Jede fünfte Bank könnte zerschlagen oder verkauft werden

Die Finanzmetropole Frankfurt am Main: Die Reihe der Großbanken könnte sich hier laut Studie bald lichten. | © Getty Images

Die Finanzmetropole Frankfurt am Main: Die Reihe der Großbanken könnte sich hier laut Studie bald lichten. Foto: Getty Images

Ein Fünftel der weltweit größten Banken könnte zerschlagen oder verkauft werden - als Teil einer “radikalen Kurskorrektur” mit dem Ziel, Erträge für Investoren zu verbessern. Das ist das Ergebnis einer Studie, die McKinsey & Co. veröffentlicht hat. Insgesamt nahm der Berater weltweit 500 Banken unter die Lupe.

Demnach könnte die Anzahl der globalen Universalbanken von derzeit noch rund 25 auf weniger als 10 sinken. Laut der Studie würden sich viele Banken zunehmend auf bestimmte Produkte oder aber Region fokussieren.

Höhere Kapitalvorschriften, steigenden Anforderungen von nationalen Aufsichtsbehörden und ein vielerorts verlangsamtes Wachstum der Wirtschaft haben die Kapitalflüsse und den Handel reduziert - und somit die Entwicklung der Banken unter Druck gesetzt, heißt es in der Studie.

Neunzig überdurchschnittliche Banken generieren McKinsey zufolge höhere Renditen, indem sie einer von fünf bestimmten Strategien folgen würden.

Diese Strategien seien: Universalbanken, Investment- Spezialisten mit einem gewissen Gewicht in der Vermögensverwaltung und der Zahlungsabwicklung, Banken mit überdurchschnittlichem Service und höheren Gebühren, Marktführer in einem sehr schnell wachsenden Markt und “Back-to-Basics"- Banken mit weniger Dienstleistungen und Kosten.

Die 90 Banken, die sich besser als die Gesamtbranche entwickeln, haben laut der Studie eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent. Ihre Aktien würden beim Zweifachen des Buchwerts gehandelt.