Jahreskonferenz von Edmond de Rothschild Das Ende der Liquiditätsschwemme

Für die Konferenz nutzte Edmond de Rothschild Räume des Sofitel an der Alten Oper in Frankfurt.

Für die Konferenz nutzte Edmond de Rothschild Räume des Sofitel an der Alten Oper in Frankfurt. Foto: Piotr Banczerowski

Das Investmenthaus Edmond de Rothschild ist ein Meister im Timing. Auch 2018 veranstaltete die in Paris beheimatete Finanzgruppe für deutsche Interessenten eine „Jahreskonferenz“. Die Fachveranstaltung in Frankfurt am Main fand am 5. Dezember statt. Mit der Konferenz verfolgt Rothschild das Ziel, Vermögensverwalter und Consultants mit Analysen aus den eigenen Reihen zu versorgen und ihnen für das Gespräch mit Kunden Orientierung zu geben.

Und es gab viel zu analysieren in den interaktiv gestalteten Fachvorträge der Pariser Experten aus dem Portfolio Management, wobei sich vor allem die Politik der US-Notenbank Fed wie ein roter Faden durch die Veranstaltung mit rund 50 Gästen zog. Und was das Timing betrifft: Erstmals seit rund elf Jahren lagen die Renditen von dreijährigen und zweijährigen US-Anleihen zum Zeitpunkt der Konferenz höher als die Renditen im fünfjährigen Laufzeitbereich. Eine inverse Zinskurve mit höheren Kurzfrist- als Langfristzinsen gilt als Rezessionssignal. Historisch gingen inverse Zinskurven in den USA oft mit wirtschaftlichen Schrumpfungsphasen einher.