Jahrelanger Aufschwung sorgt für Sicherheitspuffer Schwellenländer verfügen über neue Widerstandskraft

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Eine allgemeine Verbesserung des politischen Handelns und der Fundamentaldaten der Schwellenländer bietet einen immens wichtigen Puffer gegenüber traditionellen Bedrohungen für diese Länder. An erster Stelle: höhere US-Zinsen und ein stärkerer US-Dollar. Schwellenländer könnten heute womöglich sogar in einer besseren Ausgangsposition sein, um mit diesen Herausforderungen umzugehen, als die vergleichsweise höher verschuldeten Industrieländer. Die Staatsverschuldung beläuft sich in Schwellenländern durchschnittlich auf rund 46 Prozent des BIP, verglichen mit 98 Prozent in den Industrieländern. Auch die Verschuldung der Haushalte ist in den Schwellenländern niedriger als in den Industrieländern.

Das Schwellenländeruniversum enthält natürlich auch Ausreißer, und nicht jedes Land verfolgt eine verantwortliche und glaubhafte makroökonomische Politik. Die weithin beachteten Rückschläge bestimmter Länder haben die Wahrnehmung der Schwellenländer als Anlageklasse durch die Anleger jedoch gelegentlich beeinflusst und zu teils ausgeprägten Abverkäufen an den Aktienmärkten geführt. Angesichts der allgemeinen Verbesserung, die wir hinsichtlich der Institutionen und der Politik der Schwellenländer beobachten, rechnen wir jedoch nicht damit, dass die Schwierigkeiten dieser Länder wie in der Vergangenheit auf andere Märkte übergreifen.

Aktiver Ansatz in Schwellenmärkten unerlässlich

Die Unterschiede bei den Schwierigkeiten, denen sich die einzelnen Schwellenländer jeweils ausgesetzt sehen, zeigen wie wichtig es ist, bei Anlagen in diesen Regionen einen aktiven Ansatz zu verfolgen. Vor dem Hintergrund des allgemeinen Trends einer institutionellen Verbesserung in den Schwellenländern sollten Anleger stets darauf achten, die widerstandsfähigeren Wirtschaftsräume von den schwächeren zu trennen.