IVD-Preisspiegel Wohneigentum In Frankfurt steigen die Preise am schnellsten

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Im Segment der Neubauwohnungen, also erst bezogene Wohnungen, zeichnet sich hingegen ein relativ stabiler Preistrend im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab. Im deutschlandweiten Durchschnitt steigen die Preise um 6 Prozent, genauso stark wie im Vorjahr. In manchen Bereichen hat sich die Preisdynamik sogar verlangsamt: In Städten mit 30.000 bis 50.000 Einwohnern sind etwa die Preise für Neubau-Eigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert um 5,54 Prozent gestiegen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 7,1 Prozent. Dennoch sind die Preissteigerungen insbesondere in den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern mit 7,6 Prozent auf einem ungebrochen hohen Niveau. In Städten mit 250.000-500.000 Einwohnern ist der Preisanstieg sogar von 5 Prozent im Vorjahr auf aktuell 7,5 Prozent geklettert. „Hier zeigt sich, dass das Angebot die Nachfrage nicht decken kann. Insbesondere in Großstädten ab 250.000 Einwohnern ist dringend mehr Neubau erforderlich“, sagt Schick.

Trotz gestiegener Preise ist die Erschwinglichkeit von Wohneigentum aktuell auf dem historisch höchsten Niveau. Das zeigt der aktuelle Erschwinglichkeitsindex des IVD. Der Erschwinglichkeitsindex setzt sich aus den Faktoren Immobilienpreise, Löhne sowie Zinsniveau zusammen und gibt Auskunft darüber, inwieweit es für einen durchschnittlichen Haushalt finanziell möglich ist, ein Einfamilienhaus zu erwerben. Der Indexwert erreicht 2016 mit 143 einen Höchststand, vor zehn Jahren lag er noch bei unter 100. Dieser Höchststand wird vor dem Hintergrund des historisch tiefen Zinsniveaus, das unter anderem Baukredite günstig macht, sowie vergleichsweise stark gestiegener Löhne erreicht. Trotz der gestiegenen Preise für Immobilien waren Einfamilienhäuser somit noch nie so erschwinglich wie heute.