InVV-Studie Woher die Neukunden von Vermögensverwaltern kommen

Hier kommen die Neukunden der Vermögensverwalter her.

Hier kommen die Neukunden der Vermögensverwalter her.

77,9 Prozent der Vermögensverwalter haben im ersten Halbjahr 2014 Kunden gewonnen. Das zeigt eine Studie vom Institut für Vermögensverwaltung (InVV), das hierfür 138 Vermögensverwalter befragte. Dabei gaben insgesamt 110 Befragte das Volumen an: Demnach gab es 85 Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen bis einschließlich 100 Millionen Euro (kleine Vermögensverwalter) und 52 Vermögensverwalter, die über 100 Millionen Euro in ihrer Obhut haben (große Vermögensverwalter).



Der Großteil der Neukunden kommt von Großbanken, gefolgt von Sparkassen, Privat- und Genossenschaftsbanken. Kleine Vermögensverwalter haben dabei einen Vorsprung bei Genossenschaftsbanken und Versicherungen, während große Vermögensverwalter ihre Neukunden vermehrt von Großbanken und anderen Vermögensverwaltern gewinnen.

Alle Vermögensverwalter gehen davon aus, dass sie die meisten Kunden durch Weiterempfehlungen gewonnen haben. Und dieser Trend könnte anhalten: 91 Prozent aller Befragten erwarten, dass sie in den nächsten zwölf Monaten weitere Kunden hinzugewinnen.



Die generelle Geschäftslage schätzen die Vermögensverwalter aktuell als gut ein. Lediglich ein geringer Anteil der kleinen Vermögensverwalter bewertet die Lage als schlecht oder sehr schlecht. Für die Situation in zwölf Monaten sind die Vermögensverwalter insgesamt optimistisch. Auch kleine Vermögensverwalter schätzen sie besser ein als die aktuelle Lage.



Bei der Anlagestrategie setzen die befragten Vermögensverwalter vor allem auf Aktien und Aktienfonds, gefolgt von Anleihen und Rentenfonds. Als Direktinvestments in Aktien wählen sie dabei am häufigsten Standardwerte (Large Caps). Über die Hälfte aller Befragten steckt ihr Geld bei den übrigen Aktieninvestments in Aktienfonds, gefolgt von Indexfonds (ETFs). Bei Letzterem schlagen vor allem große Vermögensverwalter zu. Regional setzen alle Befragten bei Aktien vor allem auf Deutschland und die EU (ohne Deutschland) sowie Nordamerika.




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