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Globale Investmentthemen und Emerging Markets

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Investments in Schwellenländern Mexiko-Anleihen glänzen mit Renditechancen

Arbeiter auf der Baustelle am Flughafen Santa Lucia in Mexiko City: Die institutionelle Stärke Mexikos dürfte sich fortsetzen. | © imago images / ZUMA Press

Arbeiter auf der Baustelle am Flughafen Santa Lucia in Mexiko City: Die institutionelle Stärke Mexikos dürfte sich fortsetzen. Foto: imago images / ZUMA Press

Viele Anleger neigen dazu zwischen Schwellenländern einen Zusammenhang zu erstellen, wo es aber keinen gibt. Denn Schwellenländer sind eine vielfältige Mischung aus Ländern mit unterschiedlichen Kulturen, Bevölkerungen, politischen Systemen und ökonomischen Faktoren. Ebenso vielfältig sind die Anlagechancen und Risiken. Mit einem sowohl im Aktien- als auch im Anleihenbereich größer gewordenem Chancenspektrum können Schwellenländer Anlegern einen wichtigen Baustein in einem globalen Anlageportfolio bieten.

Alternative Anlagemöglichkeiten für Investoren

Die Vorteile von Anlagen in Schwellenländern: Die geringen Zinssätze. Für Anleger ist es schwierig geworden in deutschen, japanischen oder amerikanischen Staatsanleihen eine hohe Rendite zu erwirtschaften. Daher nehmen Investoren verstärkt die Schwellenländer in den Blick.

Viele Ökonomen betrachten dreimonatige US-Staatsanleihen als risikofreie Rendite, jedoch rentiert sich diese Assetklasse derzeit unzureichend – mit weniger als 2 Prozent wird kaum die Inflation abgedeckt. Wo sind derzeit noch Renditechancen zu finden?

Aktuell gibt es zahlreiche Schwellenländer, die aussichtsreiche Anlagechancen bieten. Neben dem Potenzial für Kapitalwachstum punkten sie auch mit einem Ertragspotenzial durch Dividendenrenditen im Aktienbereich sowie durch Kupons oder Zinszahlungen im Anleihenbereich.

Die konjunkturelle Veränderung der Schwellenländer

Schon seit einiger Zeit vollziehen die Schwellenländer einen Wandel von der Old Economy zur New Ecomomy. Die Ausfuhr von Rohstoffen beziehungsweise die Fertigung geringwertiger Güter sind für viele dieser Volkswirtschaften nicht mehr die primären Wachstumsquellen. Vielmehr sind diese Länder führend in den Sektoren High Tech, Konsumgüter und Dienstleistungen.

Schwellenländer erwirtschaften ihre Umsätze mittlerweile sowohl im Inland als auch im Ausland. So sind China aber auch Brasilien vorwiegend binnenwirtschaftlich orientiert. Daher wirken sich Belastungen von außen nicht mehr so stark aus wie in der Vergangenheit.

Im Anleihenbereich bieten ausgewählte Schwellenländer chancenreiche Renditen, die die Renditen in den Industrieländern übertreffen. Und im Aktienbereich bieten Emerging Markets eine potenzielle Wachstumsquelle mit wettbewerbsfähigen Bewertungen. So lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis in den Industrieländern zuletzt bei 16,85, während es in Schwellenländern bei 12,21 rentierte. Es ist deutlich zu erkennen: Schwellenländer bieten gute Wachstumschancen.

Quelle 1: Franklin Templeton Capital Markets Insights Group, MSCI, Factshet, per 30. Juni 2019. Quelle 2: 10-Jahres-Zeitraum per 30. Juni 2019, Old Economy und New Economy.