Investitionsklima-Umfrage von Union Investment Ein bis zwei Jahre läuft es am Immobilienmarkt noch

Investitionsklima-Umfrage von Union Investment: Ein bis zwei Jahre läuft es am Immobilienmarkt noch

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Professionelle Immobilieninvestoren richten sich mehrheitlich auf einen anhaltenden Marktzyklus ein. Das hat eine Umfrage von Union Investment ergeben, für die 175 Immobilien-Investoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt wurden. In allen drei Befragungsregionen zeigt sich demnach ein ähnliches Bild: Die Fortsetzung des aktuellen Immobilienmarktzyklus für die nächsten ein bis zwei Jahre ist für fast jeden zweiten befragten Anlageprofi, unabhängig ob in Berlin, London oder Paris, eine ausgemachte Sache. Insgesamt 27 Prozent der Befragten erwarten sogar, dass der bereits seit acht Jahren bestehende Marktzyklus für weitere drei Jahre in die Verlängerung geht. 38 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass der aktuelle Immobilienmarktzyklus zumindest noch im Jahr 2018 anhalten wird.

Dabei richten die Immobilieninvestoren angesichts der gestiegenen makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten ihre Anlagestrategie noch stärker als im Vorjahr auf geringere Renditen bei gleichem Risiko aus: Der Anteil derjenigen, die ihre Risikostruktur beibehalten und dafür bei den selbst gesetzten oder vom Kunden vorgegebenen Renditezielen Abstriche in Kauf zu nehmen bereit sind, ist von 56 auf 64 Prozent gestiegen. Entsprechend ist der Anteil der Unternehmen, die sich bereit zeigen, explizit höhere Risiken einzugehen, um beispielsweise die Belastung aus sinkenden Ankaufsrenditen zu kompensieren, von 35 auf 30 Prozent gesunken.

Spiegelbildlich passt hierzu die Erwartung von mehr als der Hälfte der befragten Investoren, dass man die gesteckten Renditeziele in den kommenden drei Jahren nicht erreichen wird. „Die Suche nach der richtigen Balance wird auch 2017 das Investmentgeschehen in Europa prägen. Die hohe Kapitalverfügbarkeit erfordert es, dass risikoaverse Investoren einerseits die Marktbearbeitung in ihren europäischen Kernmärkten massiv verstärken, sich aber andererseits auch Renditepotenziale in Opportunitätsmärkten erschließen. Das dürfte dazu führen, dass 2017 das Transaktionsvolumen in den CEE-Märkten aber auch in der südlichen europäischen Peripherie signifikant steigen wird“, sagt Olaf Janßen, Leiter Immobilienresearch bei Union Investment Real Estate.

Wie die Union Investment-Umfrage zeigt, ist eine verstärkte Allokation der Immobilienanlagen außerhalb Europas nur für einen verschwindend geringen Anteil der Investoren eine Ausweichoption. Investitionen in Europa zugunsten außereuropäischer Märkte zurückzufahren, beabsichtigen gerade einmal 6 Prozent der befragten Immobilienprofis.