Herr Lüsch, die BBBank bezeichnet sich als größte genossenschaftliche Privatkundenbank in Deutschland. Was steckt hinter diesem Anspruch?
Oliver Lüsch: Wir sind bundesweit tätig, digital und gleichzeitig persönlich an 73 Standorten, und haben mit über 500.000 Mitgliedern eine der mitgliederstärksten Genossenschaftsbanken Deutschlands. Unser Kundengeschäftsvolumen liegt bei 43 Milliarden Euro, die Bilanzsumme bei 22 Milliarden Euro. Wenn wir die Fusion mit der PSD Bank Hessen-Thüringen in diesem Jahr erfolgreich umsetzen, sprechen wir von 45 bis 46 Milliarden Euro Kundengeschäftsvolumen und einer Bilanzsumme zwischen 24 und 25 Milliarden Euro. Damit möchten wir für die genossenschaftliche Finanzgruppe einen wertstiftenden Beitrag leisten.
Sie sprechen die Fusion an. Welche konkreten Synergien erwarten Sie – und wann sollen diese gehoben sein?
Lüsch: Es ist eher ein Ertrags-Case als ein Cost-Case. Wir sehen in Hessen-Thüringen sehr viele Geschäftsmöglichkeiten – gerade für vermögende Kunden, die bislang bestimmte Leistungen nicht abrufen konnten. Die Region Frankfurt-Rhein-Main ist eine starke Metropolregion mit attraktiven Kundenpotenzialen. Das haben wir mit der Fusion Berlin-Brandenburg bereits positiv erlebt: Gerade im Private Banking konnten wir dort erste gute Erfahrungen sammeln. Natürlich müssen wir auch genauer auf die Kosten schauen – aber der Antrieb ist ein anderer.
Die Bank steigert im Jahr der Fusion mit der PSD Bank Berlin-Brandenburg das Teilbetriebsergebnis um 33,2 Prozent auf rund 111 Millionen Euro – die Bilanzsumme wächst auf 22,3 Milliarden Euro an. Wie ordnen Sie die aktuellen Zahlen ein?
Lüsch: Ich bin sehr stolz, dass wir im Fusionsjahr das beste operative Ergebnis der Bank überhaupt erzielt haben. Das ist sicher nicht selbstverständlich. Sowohl die konsequente Kundenzentrierung als auch der Fusionsprozess brauchen viel Aufmerksamkeit. Uns ist es gelungen, beides richtig gut hinzubekommen. Alle Geschäftsfelder haben zum Erfolg beigetragen.
36.000 Neukunden, 1,6 Milliarden Euro Neugeschäft in der Baufinanzierung, rund 650 Millionen Euro in der Vermögensverwaltung und über 1,5 Milliarden Euro Tradingvolumen im BBBank-Depot – das kann sich echt sehen lassen. Dazu kommt dann noch der Fusionseffekt. Wir sind mit der Ertragskraft und Leistungsfähigkeit unserer Bank äußerst zufrieden. Schön ist, dass sich der sehr positive Jahresstart 2026 nahtlos an das Rekordergebnis angeschlossen hat.
Sie schließen weitere Fusionen nicht aus. Nach welchen Kriterien würde ein potenzieller Partner passen?
Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Bitte melden Sie sich daher einmal kurz an und machen einige berufliche Angaben. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.
Herr Lüsch, die BBBank bezeichnet sich als größte genossenschaftliche Privatkundenbank in Deutschland. Was steckt hinter diesem Anspruch?
Oliver Lüsch: Wir sind bundesweit tätig, digital und gleichzeitig persönlich an 73 Standorten, und haben mit über 500.000 Mitgliedern eine der mitgliederstärksten Genossenschaftsbanken Deutschlands. Unser Kundengeschäftsvolumen liegt bei 43 Milliarden Euro, die Bilanzsumme bei 22 Milliarden Euro. Wenn wir die Fusion mit der PSD Bank Hessen-Thüringen in diesem Jahr erfolgreich umsetzen, sprechen wir von 45 bis 46 Milliarden Euro Kundengeschäftsvolumen und einer Bilanzsumme zwischen 24 und 25 Milliarden Euro. Damit möchten wir für die genossenschaftliche Finanzgruppe einen wertstiftenden Beitrag leisten.
Sie sprechen die Fusion an. Welche konkreten Synergien erwarten Sie – und wann sollen diese gehoben sein?
Lüsch: Es ist eher ein Ertrags-Case als ein Cost-Case. Wir sehen in Hessen-Thüringen sehr viele Geschäftsmöglichkeiten – gerade für vermögende Kunden, die bislang bestimmte Leistungen nicht abrufen konnten. Die Region Frankfurt-Rhein-Main ist eine starke Metropolregion mit attraktiven Kundenpotenzialen. Das haben wir mit der Fusion Berlin-Brandenburg bereits positiv erlebt: Gerade im Private Banking konnten wir dort erste gute Erfahrungen sammeln. Natürlich müssen wir auch genauer auf die Kosten schauen – aber der Antrieb ist ein anderer.
Die Bank steigert im Jahr der Fusion mit der PSD Bank Berlin-Brandenburg das Teilbetriebsergebnis um 33,2 Prozent auf rund 111 Millionen Euro – die Bilanzsumme wächst auf 22,3 Milliarden Euro an. Wie ordnen Sie die aktuellen Zahlen ein?
Lüsch: Ich bin sehr stolz, dass wir im Fusionsjahr das beste operative Ergebnis der Bank überhaupt erzielt haben. Das ist sicher nicht selbstverständlich. Sowohl die konsequente Kundenzentrierung als auch der Fusionsprozess brauchen viel Aufmerksamkeit. Uns ist es gelungen, beides richtig gut hinzubekommen. Alle Geschäftsfelder haben zum Erfolg beigetragen.
36.000 Neukunden, 1,6 Milliarden Euro Neugeschäft in der Baufinanzierung, rund 650 Millionen Euro in der Vermögensverwaltung und über 1,5 Milliarden Euro Tradingvolumen im BBBank-Depot – das kann sich echt sehen lassen. Dazu kommt dann noch der Fusionseffekt. Wir sind mit der Ertragskraft und Leistungsfähigkeit unserer Bank äußerst zufrieden. Schön ist, dass sich der sehr positive Jahresstart 2026 nahtlos an das Rekordergebnis angeschlossen hat.
Sie schließen weitere Fusionen nicht aus. Nach welchen Kriterien würde ein potenzieller Partner passen?
Lüsch: Geschäftsmodell, Wachstumspotenziale und das Zwischenmenschliche müssen stimmen. Wir wollen gesund und profitabel weiter wachsen – organisch ist der Primärweg. Aber wenn sich Opportunitäten ergeben, schauen wir uns das sicher an. Weitere Fusionen schließe ich nicht vollkommen aus.
Das Private Banking soll von 10 auf 15 Milliarden Euro Kundengeschäftsvolumen wachsen. Über welchen Zeitraum – und wie viel davon ist organisch?
Lüsch: Wir haben in 2019 mit dem Private Banking angefangen und sind in relativ kurzer Zeit auf 10 Milliarden Euro gekommen, davon 5 Milliarden in der Vermögensverwaltung. Wir wachsen in vier, fünf Jahren um rund 50 Prozent – das wollen wir weiter durchhalten. Planbar ist nur das Organische: Empfehlungsgeschäft, Generationenberatung, Stiftungsthemen, Freiberufler und die Potenziale, die wir im eigenen Kundenbestand noch nicht vollständig erschlossen haben. Das Anorganische sind Möglichkeiten, die sich auf dem Weg ergeben können und dem Ziel dann ebenfalls dienen.
Die 5 Milliarden in der Vermögensverwaltung – wie verteilen sich diese auf Eigenregie, Union Investment und DZ Privatbank, und wie soll sich dieses Verhältnis bis 2030 entwickeln?
Lüsch: Der größte Anteil ist unsere BB-Bank-Vermögensverwaltung, die wir von Union Investment managen lassen. Wir haben aber auch viele Kundinnen und Kunden, die einen Teil ihres Portfolios selbst zusammensetzen und steuern. Mit der DZ Privatbank arbeiten wir seit vielen Jahren zusammen. Die Bestände wachsen insbesondere, seitdem wir in der BB Bank das Wealth Management etabliert haben.