Private Banking Magazin: Herr Sauerzapf, in den kommenden Jahren steht ein massiver Vermögenstransfer bevor. Was bedeutet das für Privatbanken?
Daniel Sauerzapf: Das Thema ist strategisch zentral. Schon vor Jahren war klar: Wer nicht in Technik und in die nächste Generation investiert, verliert den Anschluss. 2018 war das bereits ein Top-Thema – die Berater mahnten damals: Ohne digitale Infrastruktur und ohne Bezug zur kommenden Kundengeneration wird es schwierig. Wir haben das sehr ernst genommen, Studien aufgesetzt und Initiativen gestartet, um diese Zielgruppe gezielt anzusprechen. Es geht um die Now Gen, die heute Verantwortung trägt und über Wachstum, Netzwerke, Arbeitswelt und gesellschaftliche Trends mitentscheidet.
Diese Generation steht längst mitten im Berufsleben. Wie definieren Sie sie konkret?
Sauerzapf: Wir sprechen von Menschen zwischen Ende 20 und Mitte 40, die im Beruf sind, Familienunternehmen leiten oder selbst gegründet haben. Darunter sind Nachfolger, Gründer, Senior Executives, sogar Profisportler. Viele sind auch in Family Offices und Stiftungen tätig – also ein spannender, vielfältiger Mix.
Wir konzentrieren uns bewusst auf diese Gruppe der Millennial, weil wir dort den größten Mehrwert leisten können. Anders als bei klassischen „Next Gen“-Programmen, die sich an 18- oder 20-Jährige richten, geht es uns um jene, die mitten im Leben stehen – mit Unternehmen, Familien und Vermögen. Diese Generation gestaltet aktiv und will auch in der Finanzwelt etwas bewegen.
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Private Banking Magazin: Herr Sauerzapf, in den kommenden Jahren steht ein massiver Vermögenstransfer bevor. Was bedeutet das für Privatbanken?
Daniel Sauerzapf: Das Thema ist strategisch zentral. Schon vor Jahren war klar: Wer nicht in Technik und in die nächste Generation investiert, verliert den Anschluss. 2018 war das bereits ein Top-Thema – die Berater mahnten damals: Ohne digitale Infrastruktur und ohne Bezug zur kommenden Kundengeneration wird es schwierig. Wir haben das sehr ernst genommen, Studien aufgesetzt und Initiativen gestartet, um diese Zielgruppe gezielt anzusprechen. Es geht um die Now Gen, die heute Verantwortung trägt und über Wachstum, Netzwerke, Arbeitswelt und gesellschaftliche Trends mitentscheidet.
Diese Generation steht längst mitten im Berufsleben. Wie definieren Sie sie konkret?
Sauerzapf: Wir sprechen von Menschen zwischen Ende 20 und Mitte 40, die im Beruf sind, Familienunternehmen leiten oder selbst gegründet haben. Darunter sind Nachfolger, Gründer, Senior Executives, sogar Profisportler. Viele sind auch in Family Offices und Stiftungen tätig – also ein spannender, vielfältiger Mix.
Wir konzentrieren uns bewusst auf diese Gruppe der Millennial, weil wir dort den größten Mehrwert leisten können. Anders als bei klassischen „Next Gen“-Programmen, die sich an 18- oder 20-Jährige richten, geht es uns um jene, die mitten im Leben stehen – mit Unternehmen, Familien und Vermögen. Diese Generation gestaltet aktiv und will auch in der Finanzwelt etwas bewegen.
Wie hat sich die Beratung für diese Generation verändert?
Sauerzapf: Diese Kunden sind digitalaffin, unabhängig und schnell. Sie nutzen Neo-Broker, investieren in ETFs oder Kryptos, wünschen aber ab einem gewissen Vermögen Struktur und Begleitung. 80 Prozent wollen selbst entscheiden, 20 Prozent delegieren. Für uns heißt das: Beratung auf Augenhöhe, weniger Hierarchie, schnellere Prozesse. Früher drehte sich vieles ums Depot und um Performance-Vergleiche. Heute sprechen wir über Beteiligungen, Unternehmensnachfolge oder über die Frage, wie man das eigene Netzwerk sinnvoll nutzt. Beratung ist damit eher Dialog als Dienstleistung: Wir müssen übersetzen, verbinden, moderieren. Und das tun wir.
Inhaltlich hat sich der Anspruch dieser Generation ebenfalls verschoben.
Sauerzapf: Themen wie Nachfolge, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder Impact-Investments stehen gleichberechtigt neben klassischen Anlagen. Wir begleiten sie strategisch – auch bei Finanzierungen, Family Governance oder M&A-Themen. So entsteht eine langfristige Beziehung, die weit über das reine Banking hinausgeht. Wenn ein Gründer etwa nach einem erfolgreichen Exit mit 30 Millionen Euro dasteht, geht es um Weichenstellungen: Wie strukturiere ich mein Vermögen, wie sichere ich meine Familie ab, wie engagiere ich mich unternehmerisch weiter? Diese ganzheitliche Perspektive macht den Unterschied, und genau da setzen wir an.
Wie digital und international ist diese Generation unterwegs?
Sauerzapf: Sehr. Viele haben im Ausland studiert, denken global und vernetzt. Aber Vertrauen bleibt entscheidend. Wenn die Beziehung stimmt, zählt das mehr als kurzfristige Performance. Persönlicher Austausch und Verlässlichkeit sind weiterhin die Basis, unabhängig von Ort oder Medium.