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Interview mit Dag Rodewald „VW-Skandal treibt Nachfrage nach Nachhaltigkeits-ETFs an“

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Treffen Sie bei Ihren Kunden auch auf Vorbehalte gegenüber Nachhaltigkeits-ETFs? Gibt es immer noch Bedenken hinsichtlich der Performance?

Rodewald: Performance ist wichtig für die Kunden. Nachhaltigkeit wurde immer wieder mit Performance-Einbußen in Verbindung gebracht, die durch ein gutes Gewissen ausgeglichen werden. Dies reicht nicht mehr, vor allem institutionelle Investoren müssen Performance liefern. Das sollte sie aber nicht vom nachhaltigen Investieren abhalten, denn schließlich gibt es mittlerweile diverse Studien, die belegen, dass nachhaltiges Investieren nicht mit einem Performance-Nachteil einhergeht.

Ein klassischer Kritikpunkt betrifft die Schwammigkeit des Begriffs Nachhaltigkeit. Es gibt keine einheitlich definierten Nachhaltigkeitskriterien und jeder hat andere Ansprüche. Letztlich bedeutet das, dass nachhaltiges Investieren immer ein Kompromiss ist. Der Investor muss für sich Nachhaltigkeitsanforderungen definieren und dann schauen, welche Produkte diesen am nächsten kommen.

Ist Nachhaltigkeit ein Aktienthema?

Rodewald: Im Aktienbereich hat sich das Thema zunächst entwickelt. Wir haben die ersten Aktien-ETFs 2010 gestartet. Als das Thema 2015 allgemein in den Anlegerfokus rückte, wurde Nachhaltigkeit auch zunehmend im Anleihebereich nachgefragt. Wir haben zunächst einen SRI ETF für US-Unternehmensanleihen aufgelegt, im vergangenen Jahr folgte ein Produkt für Euro-Unternehmensanleihen. Diese Reihe wollen wir ausweiten, und letztlich wie im Aktienbereich nachhaltige ETFs für diverse Regionen anbieten.

Über den Interviewten:
Dag Rodewald Leitet bei der UBS Asset Management den Vertrieb von ETFs in Deutschland und Österreich. Vor seinem Wechsel zur UBS im Oktober 2013 war er unter anderem für die Commerzbank und Merrill Lynch tätig.