Interesse steigt, Gewichtung gering Anleger bewerten Suche nach Small-Cap-Manager als schwierig

Ist überzeugt, dass das Interesse der Anleger an Small Caps in den nächsten zwölf Monaten weiter wächst: Matthew Lovatt von Axa IM

Ist überzeugt, dass das Interesse der Anleger an Small Caps in den nächsten zwölf Monaten weiter wächst: Matthew Lovatt von Axa IM

Anleger weltweit zeigen im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Interesse an Aktien von Unternehmen mit geringem Börsenwert, sogenannten Nebenwerten oder Small Caps. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Axa Investment Managers. Mit 52 Prozent bewertete jedoch mehr als die Hälfte der Teilnehmer den Angaben zufolge die Suche nach einem geeigneten Manager als schwierig (2016: 39 Prozent).

Konkret gaben 60 Prozent der weltweit befragten Fondskäufer an, in Small Caps investieren zu wollen. Damit hat sich die Anzahl gegenüber den 33 Prozent 2016 fast verdoppelt. Deutliche Unterschiede gibt es bei der Angabe, einen kompetenten Small-Cap-Manager zu finden: 38 Prozent der Investoren ohne Small Caps, aber nur zwölf Prozent der Anleger mit Nebenwerte hielten dies für einen wichtigen Punkt.

Neben Schwierigkeiten bei der Suche nach dem richtigen Manager sorgen sich Anleger den Angaben zufolge um Volatilität und mangelnde Marktliquidität der Small Caps. Für 51 Prozent sei fehlende Liquidität ein Hindernis bei Investitionen in Nebenwerte (2016: 45 Prozent). 43 Prozent würden aufgrund der Volatilität von Small Caps (2016: 46 Prozent) mit einem Engagement zögern.

Trotz des wachsenden Interesses an der Anlageklasse würden die Teilnehmer ähnlich wie im Vorjahr nur sechs bis zehn Prozent ihres Portfolios in Small Caps anlegen. „Schon das zweite Jahr in Folge ist das Anlegerinteresse an Small Caps größer als die tatsächliche Allokation“, sagt Matthew Lovatt, Leiter Geschäftsentwicklung bei Axa IM. „Dies lässt vermuten, dass Investoren die Chancen dieser Anlageklasse noch immer nicht vollständig nutzen. Für Small Caps gibt es tendenziell zu wenig Research und die Preisbildung ist weniger effizient.“

Weitere Ergebnisse

Weiterhin erklärten 60 Prozent der Teilnehmer, dass Marktereignisse ihre Small-Cap-Allokation am stärksten beeinflussen würden (2016: 49 Prozent). Von den 17 Prozent der Befragten, die derzeit nicht in Small Caps anlegen, beabsichtigen mehr als zwei Drittel, dies 2017 zu ändern.

Von den 83 Prozent der Small-Cap-Anleger erklärte mehr als die Hälfte, dass sie ihren Anteil 2017 erhöhen wollen. Von den Investoren, die ihr Portfolio umschichten wollen, planen den Angaben zufolge 47 Prozent eine niedrigere Cash-Quote, 31 Prozent weniger US-Aktien und 26 Prozent weniger europäische Anleihen.

„Wir glauben, dass Nebenwerte in diesem Jahr von steigenden Zinsen profitieren“, sagt Lovatt. „Small Caps kommt die wachsende Zahl von Fusionen und Übernahmen zugute.“ Deshalb sei Lovatt auch der Meinung, dass das Anlegerinteresse an Small Caps in den nächsten zwölf Monaten weiter wächst.



Über die Studie:
An der von AXA IM im Januar 2017 in Auftrag gegebenen Umfrage nahmen 153 Fondskäufer aus Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich, der Schweiz, den USA, Spanien, Belgien, Hongkong, Singapur und den Niederlanden teil.