UBS Institutionelle Kunden müssen für Franken-Konten zahlen

Schweizer Franken: Institutionelle UBS-Kunden müssen demnächst für ihre Franken-Konten zahlen

Schweizer Franken: Institutionelle UBS-Kunden müssen demnächst für ihre Franken-Konten zahlen Foto: Kurt Michel / Pixelio.de

Großkunden, die bei der UBS ein Konto in Schweizer Franken haben, müssen ab nächster Woche Gebühren zahlen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg begründet die UBS diese Maßnahme mit der Marktsituation des Schweizer Franken. Die Bank sei daran interessiert, dass die Kunden ihre Frankenguthaben möglichst niedrig halten.

Wie hoch die Gebühren sind, will die Bank ihren Kunden individuell mitteilen.

Mit der Einführung negativer Zinsen könne ein Geldinstitut auf Frankenguthaben, die es für andere Banken unterhält, Geld verdienen, zitiert Bloomberg einen Devisenstrategen der Investmentbank Nomura in London. Ohne eine solche Maßnahme mache die Bank Verluste durch solche Geschäfte.

Negativzinsen seien ein Zeichen dafür, dass die Schweizer Banken unter Druck stehen, ihre Bilanzen zu verschlanken, so der Devisenstratege weiter. Denn die UBS ist nicht die einzige Schweizer Bank, die von ihren Großkunden Geld für die Kontoführung in einheimischer Währung verlangt. Vergangene Woche kündigte bereits Credit Suisse die Einführung von Gebühren für Franken-Konten ihrer institutionellen Kunden an.

Auch die Depotbanken State Street und Bank of New York Mellon denken laut Bloomberg daran, negative Zinsen für Guthaben in Schweizer Franken und dänischen Kronen einzuführen. Auch Royal Bank of Canada will bestimmten Kunden Gebühren auf Guthaben in diesen Währungen berechnen.