Verdoppelung bis 2027 Tokenisierung krempelt institutionelles Investment um

Visualisierung der digitalen Transformation im Asset Management: Moderne Finanzarchitektur verschmilzt mit Blockchain-Netzwerk und digitalen Tokens

Traditionelle Finanzwelt trifft auf digitale Zukunft: Institutionelle Investoren setzen zunehmend auf Tokenisierung und Blockchain-Technologie. Bildquelle: Benita Rathjen mit Midjourney

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Institutionelle Investoren verdoppeln ihr Engagement in digitalen Assets. Das zeigt eine Studie von State Street, für die 324 Führungskräfte aus Asset Management und der institutionellen Kapitalanlage weltweit befragt wurden. Fast 60 Prozent der Befragten wollen ihre Allokation in digitale Assets im kommenden Jahr erhöhen. Innerhalb von drei Jahren soll sich das durchschnittliche Engagement verdoppeln.

Private Markets als Vorreiter der Tokenisierung

Private Equity und Private Debt werden die ersten Anlageklassen sein, die tokenisiert werden. Das erwarten die befragten Investoren. Der Fokus auf diese traditionell illiquiden Märkte zeigt: Die Branche will durch Tokenisierung Liquidität und Effizienz steigern. Bis 2030 rechnet die Mehrheit der Befragten damit, dass 10 bis 24 Prozent der institutionellen Investments über tokenisierte Instrumente laufen.

Transparenz und Geschwindigkeit als Hauptvorteile

Die Befragten nennen drei zentrale Vorteile digitaler Assets: 52 Prozent sehen eine höhere Transparenz, 39 Prozent schnelleren Handel und 32 Prozent niedrigere Compliance-Kosten. Fast die Hälfte der Investoren erwartet Kosteneinsparungen von mehr als 40 Prozent durch die gestiegene Transparenz.

„Institutionelle Investoren bewegen sich über die Experimentierphase hinaus“, sagt Joerg Ambrosius, Präsident Investment Services bei State Street. „Digitale Assets sind jetzt ein strategischer Hebel für Wachstum, Effizienz und Innovation.“ 

Eigene Teams für digitale Assets entstehen

40 Prozent der institutionellen Investoren haben bereits ein eigenes Team oder eine Geschäftseinheit für digitale Assets. Fast ein Drittel sagt, digitale Operationen wie Blockchain seien inzwischen Teil der gesamten digitalen Transformation ihrer Organisation. Weitere 20 Prozent planen, solche Teams aufzubauen.

 

„Wir sehen, wie Kunden ihre Betriebsmodelle um digitale Assets herum neu strukturieren“, sagt Donna Milrod, Produktchefin bei State Street. „Von tokenisierten Anleihen und Aktien über digitale Zentralbankwährungen bis zu Stablecoins und tokenisiertem Cash – die Veränderung ist nicht nur technisch, sondern strategisch.“ 

KI und Quantencomputing als Beschleuniger

Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass generative KI und Quantencomputing einen größeren Einfluss auf Investment-Operationen haben werden als Tokenisierung oder Blockchain. Die meisten sehen diese Technologien aber als Ergänzung zu digitalen Asset-Programmen, nicht als Konkurrenz.

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