Die Meag nahm für Munich Re und weitere institutionelle Investoren an der Refinanzierung von Akiem teil. Das Unternehmen gilt als einer der führenden Anbieter von Lokomotivleasing im Schienengüterverkehr in Kontinentaleuropa und betreibt eine Flotte von gut 770 Lokomotiven, die auf europäischen Eisenbahnstrecken im Einsatz sind. Ein wesentlicher Teil der Fahrzeuge besteht aus modernen elektrischen Lokomotiven.
Die Transaktion umfasst ein Finanzierungspaket in Höhe von 1,52 Milliarden Euro, an dem neben der Meag eine diversifizierte Gruppe aus Banken und weiteren institutionellen Kreditgebern beteiligt ist. Die Mittel sichern Akiem eine langfristige Finanzierungsbasis und unterstützen das laufende Investitionsprogramm zur Modernisierung der Flotte.
Zugang zu stabilen Cashflows
Für die beteiligten Meag-Investoren bietet die Transaktion den Einstieg in eine Infrastruktur-Kreditplattform mit langfristigen, stabilen Cashflows. Akiem gehört zur Caisse de Dépôt et Placement du Québec, einer der größten institutionellen Investmentgruppen Kanadas, ist in 22 europäischen Ländern tätig und zählt mehr als 100 Kunden. Das Unternehmen ist zudem als ECM (Entity in Charge of Maintenance) zertifiziert und verfügt über ein europaweites Netzwerk von Werkstätten.
„Die Investition eröffnet unseren Investoren den Zugang zum attraktiven und wachsenden europäischen Markt für Lokomotivleasing“, sagt Isil Tanriverdi Versmissen, Leiterin Infrastructure Debt Transactions bei der Meag. Die Fremdfinanzierung des Schienengüter- und Personenverkehrs unterstütze zudem die EU-Ziele zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.
Die Meag verwaltet derzeit ein Vermögen von rund 368 Milliarden Euro, davon 63 Milliarden Euro für private und weitere institutionelle Investoren außerhalb der Munich-Re-Gruppe.