John Bruen übernimmt zum 1. September die Leitung von Infracapital, dem Infrastruktur-Private-Equity-Arm von M&G. Er berichtet an Emmanuel Deblanc, Investmentchef für Private Markets bei M&G Investments. Das Private-Markets-Geschäft des britischen Hauses umfasst nach eigenen Angaben 81 Milliarden Pfund (rund 95 Milliarden Euro).
Bruen wechselt von H.I.G. Capital, wo er als Managing Director und Partner am Aufbau der Infrastrukturplattform beteiligt war und den ersten Value-Add-Infrastrukturfonds des Hauses über 1,3 Milliarden US-Dollar einwarb. Davor verantwortete er zehn Jahre lang bei Macquarie Asset Management Transportinfrastruktur-Investments, darunter Flughäfen, Häfen sowie Straßen- und Schienenanlagen, in der EMEA-Region. Seine Laufbahn begann er bei Ferrovial Airports, wo er sieben Jahre lang die Zukäufe von Ferrovial und BAA betreute, darunter die Übernahme von BAA.
Lennon zieht sich zurück
Bruen tritt die Nachfolge von Martin Lennon an, der Infracapital 2001 mitgründete und sich nach mehr als 36 Jahren in der Infrastrukturbranche zurückzieht. Während des Übergangs bleibt Lennon dem Haus verbunden. Infracapital sammelte über sieben Fonds mehr als 9 Milliarden Pfund ein und arbeitete mit mehr als 60 Unternehmen in Europa. Investiert wird in öffentlich-private Partnerschaften, Bestandsinfrastruktur sowie Neubauprojekte in den Feldern Energie, Digitalinfrastruktur, Verkehr und Versorgungswirtschaft.
„Gemeinsam haben wir dazu beigetragen, Infrastruktur von einer Nischenstrategie zu einer etablierten Anlageklasse für institutionelle Investoren zu entwickeln“, sagt Lennon. Bruen verweist auf Energiewende, Digitalisierung und die Erneuerung kritischer Anlagen als Treiber der Nachfrage.
Infracapital gehört zu M&G. Der Vermögensverwalter betreute zum 31. März 2026 nach eigenen Angaben 371 Milliarden Pfund (433 Milliarden Euro) an 38 Standorten, davon Gelder von rund 4,2 Millionen Privatkunden und mehr als 1.000 institutionellen Kunden.