Studie Indizes: Institutionelle bleiben bei klassischer Bauweise

Einer Umfrage des französischen EDHEC Risk Institutes zufolge sind nach wie vor Liquidität, Objektivität und Transparenz für institutionelle Investoren in Europa am wichtigsten. Der Buy-and-Hold-Charakter von Indizes dagegen verliert an Bedeutung. Nur noch gut 50 Prozent der Befragten finden es wichtig oder sehr wichtig, sich in Indizes einfach langfristig zu engagieren.

Entsprechend der Standardkritik an Marktkapitalisierungsindizes sind überbewertete Aktien die Hauptsorge von Aktienmarkt-Investoren. Bei Anleihe-Investoren spielen dagegen die Duration der Anleihepositionen und die Liquidität die größte Rolle.

Alternativen zu gängigen Gewichtungsschemata der Indizes werden unterschiedlich nachgefragt. Während 45,2 Prozent der Investoren von Aktienmarkt-Indizes alternative Bauweisen nutzen, ist das bei Staatsanleihen (17,6 Prozent) und Unternehmensanleihen (12,5 Prozent) weit geringer verbreitet. Die Kritik ist jedenfalls groß: 68 Prozent der Befragten haben bei Marktkapitalisierungsindizes etwas auszusetzen. Bei Rentenindizes, die nach der Höhe des Schuldenberges gebaut sind, sind es 53 Prozent.

Insgesamt bleiben die gängigen Gewichtungsschemata der Indizes trotz Alternativen das Maß aller Dinge. Sie zählen weiterhin am meisten, wenn Investoren die Performance von Finanzprodukten vergleichen.

Für die Studie befragte das EDEHC Risk Institute 104 institutionelle Anleger aus Europa.