Favoriten der Top-Vermögensverwalter In der Gunst: SEB Immoinvest

Thomas Neumann, Geschäftsführer Best-Advice

Thomas Neumann, Geschäftsführer Best-Advice

Wer in der Vergangenheit ein risikoarmes Investment suchte, griff oft zu Staatsanleihen oder zu offenen Immobilienfonds. Beide Anlageklassen galten als mündelsicher, haben aber im Verlauf der vergangenen Jahre diesen Nimbus der Sicherheit verloren.

Aktuell bieten beide Anlageformen ein gemischtes Bild: Während Anleihen von Staaten, die sich einem Schuldenschnitt gegenüber sehen, mit Fug und Recht als hochspekulativ bezeichnet werden dürfen, gibt es nach wie vor interessante Anleihen von Staaten mit einer ausgezeichneten Bonität.

Genauso gibt es Immobilienfonds, die nie Abwertungen vornehmen oder aufgrund massiver Mittelabflüsse geschlossen werden mussten. Doch auch die „Fallen Angels“ bieten für risikobewusste Anleger Chancen.

Eine Investition in einen offenen Immobilienfonds ist eine Sachwertinvestition, die sich durch öffentlich zugängliche Informationen absichern lässt. Neubewertungen, ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor dieser Anlageklasse, sind weitgehend erfolgt. Ein verständliches und interessantes Beispiel hierfür ist der SEB Immoinvest.

Dieser seit dem Frühjahr 2010 geschlossene Fonds notiert an der Börse zurzeit mit einem Abschlag von über 30 Prozent auf den Net Asset Value (NAV), also auf die Summe aller enthaltenen Sachwerte und Vermögensgegenstände abzüglich Verbindlichkeiten. Berücksichtigt man die aktuell vorhandene Liquidität, dann ergibt sich sogar ein Abschlag von circa 40 Prozent.

Es gibt nun zwei mögliche Szenarien. Eines ist die erfolgreiche Wiedereröffnung: Hier können Anleger davon ausgehen, dass der dann von der Kapitalanlagegesellschaft aufgerufene Anteilspreis, der dem NAV des neubewerten Immobilienvermögens entsprechen wird, über dem aktuell an der Börse gehandelten Kurs liegt.

Das zweite Szenario klingt erst einmal dramatisch – nicht Wiedereröffnung, sondern Abwicklung und Liquidation. Aktuelle Mitteilungen seitens SEB deuten darauf hin, dass dies sogar das wahrscheinlichere Szenario ist. Doch auch für diesen Fall gibt es Anlass zu der Einschätzung, dass die Summe der Verkaufserlöse, die dem Fonds durch eine Abwicklung des Immobilienvermögens bis 2014 zufließen werden, den aktuellen Kaufkurs an der Börse übersteigt. Auch dann bietet die aktuelle Situation also eine Kaufgelegenheit.

Best-Advice: Das 2001 gegründete, in München ansässige Unternehmen gehört in Deutschland zu den Pionieren der Honorarberatung. Es ist spezialisiert auf eine ganzheitliche, unabhängige Vermögensgestaltung seiner Mandanten und fungiert darüber hinaus auch als Schnittstelle zu einem international tätigen Netzwerk aus Juristen, Steuerberatern und anderer Experten. Ende 2011 lag das Volumen des betreuten Vermögens bei 150 Millionen Euro.