Die Favoriten der Top-Vermögensverwalter In der Gunst: Raiffeisen-Global-Fundamental-Rent

Viel ist dieser Tage von Staatsanleihen die Rede. Überwiegend in negativem Zusammenhang: Worte wie Vertrauensverlust, Schuldenschnitt oder Ausfallangst machen im breiten Publikum die Runde. Oft genug hat es sich an den Finanzmärkten jedoch ausgezahlt, nicht mit dem Mainstream zu schwimmen, sondern sich gegen ihn zu stellen.

Mittel- bis langfristig bieten Staatsanleihen unserer Ansicht nach auch künftig angemessene Renditechancen zu einem überschaubaren Risiko. Allerdings sollte der Blick dabei über Europa und die Eurozone hinausgehen.

So wie beim Raiffeisen-Global-Fundamental-Rent, der mit einer vielversprechenden Strategie den globalen Markt für Staatsanleihen abdeckt. Das Investmentuniversum besteht aus Staatsanleihen in lokaler Währung von aktuell 36 Industriestaaten und Schwellenländern.

Fondsmanager Christian Link errechnet mit seinem Team für jeden Emittenten eine Leistungs-Kennzahl, die sich aus acht Indikatoren zusammensetzt: BIP-Wachstum, Leistungsbilanzsaldo, staatlicher Haushaltssaldo, öffentliche Verschuldung, Währungsreserven der Zentralbank, Bruttoaußenverschuldung, Korruptions-Index und das Potential Support Ratio. Hinter Letzterem verbirgt sich das Verhältnis der Bevölkerungsgruppe der 15- bis 64-Jährigen zu den über 65-Jährigen.

Alle Kennzahlen werden quartalsweise überprüft, um auf gravierende Verschlechterungen zeitnah reagieren zu können. Bei der jährlich festgelegten Zielallokation bleiben die acht fundamental schlechtesten Länder außen vor.

Die acht besten Emittenten nimmt Link zu 75 Prozent gleichgewichtet ins Portfolio auf, wobei der Schwellenländer-Anteil maximal 50 Prozent betragen darf. Die restlichen 25 Prozent entfallen auf jene acht Emittenten des Universums, deren Kennzahl sich im Vergleich zum Vorjahr am meisten verbessert hat – dabei gilt keine Emerging-Markets-Beschränkung.

Konkret sind die derzeit größten Positionen im Portfolio Bonds unterschiedlicher Laufzeiten aus Schweden und der Schweiz. Hinzu kommen Korea, Norwegen, Finnland, die Slowakei und aus den Emerging Markets Russland, Thailand, Indonesien, Malaysia, Mexiko und die Türkei.

Unter dem Strich steht eine breite Währungsstreuung, die nicht nur einen Gegenpol zum Euro darstellt, sondern sich mit derzeit 4,14 Prozent auch äußerst attraktiv verzinst. 

Walser Privatbank: Das 1894 als Raiffeisengenossenschaftsbank im Kleinwalsertal gegründete Institut hat sich 1977 auf anspruchsvolles Vermögensmanagement spezialisiert und verwaltet derzeit rund 2,3 Milliarden Euro an Kundengeldern. In Deutschland unterhält die Bank seit 2011 Niederlassungen in Stuttgart und Düsseldorf – ein großer Teil der rund 9.000 deutschen Kunden kommt aus Nordrhein-Westfalen.