In Berlin, München, Hamburg und Frankfurt Ist der Immobilienboom wirklich zu Ende?

In Berlin, München, Hamburg und Frankfurt: Ist der Immobilienboom wirklich zu Ende?

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Patrick Herzog-Smethurst, Geschäftsführer DKW-Gruppe:

„Grundsätzlich sehe ich weder eine Blasengefahr, noch einen rapiden Rückgang der Preissteigerung. Wer den Immobilienmarkt in den vergangenen Jahrzehnten beobachtet hat, sieht, dass wir insbesondere in den Großstädten einen stetigen Wertzuwachs hatten – und das trotz Finanz- oder Bankenkrise. Das wurde in den vergangenen Jahren durch einen niedrigen Leitzins und den Mangel an alternativen Sachwertanlagen verstärkt. Der Sparer bekommt nichts mehr für sein Geld. So hat sich die Nachfrage nach Wohnimmobilien zur Kapitalanlage wie zum Eigennutz deutlich gesteigert.“

„Dass sich das Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisen auseinanderdividiert hat, ist ebenfalls unkritisch. Rückblickend ergaben die historisch höheren Annuitäten gegenüber höheren Renditen eine ähnliche Differenz.“

„Im Zuge der Globalisierung ist die internationale Nachfrage nach den großen deutschen Städten so sehr gestiegen, dass hier das Prinzip von Angebot und Nachfrage greift. Da es zu wenig Angebot gibt, reguliert sich der Preis nach oben. Auch wird der deutsche Immobilienmarkt, anders als in anderen Ländern, stark von den Banken reguliert: mit steigenden Preisen werden auch steigende Eigenmittelquoten gefordert. Das dämpft die Blasengefahr sehr wirkungsvoll.“

„Die Eigentumsquote in Deutschland ist immer noch ausgesprochen gering. Es gibt also noch ein großes Nachfragepotential für Wohneigentum. Unter den Rahmenbedingungen mangelnder Anlagealternativen im Niedrigzinsumfeld wird die Nachfrage nach Wohneigentum daher hoch bleiben oder sogar noch weiter steigen.“