Impact und Rendite werden in der Diskussion um nachhaltiges Investieren noch immer häufig als Zielkonflikt betrachtet. Auf der einen Seite die finanzielle Rendite, auf der anderen eine positive ökologische oder gesellschaftliche Wirkung. Wer mehr vom einen will, so die implizite Annahme, muss Abstriche beim anderen machen.
Aus der Perspektive eines Private-Equity-Investors greift diese Betrachtung zu kurz. Impact ist keine Philanthropie. Richtig in die Strategie integriert, kann Impact ein zusätzlicher Wertschöpfungshebel sein – neben klassischen Instrumenten wie Wachstum, Internationalisierung oder operativer Verbesserung.
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Impact und Rendite werden in der Diskussion um nachhaltiges Investieren noch immer häufig als Zielkonflikt betrachtet. Auf der einen Seite die finanzielle Rendite, auf der anderen eine positive ökologische oder gesellschaftliche Wirkung. Wer mehr vom einen will, so die implizite Annahme, muss Abstriche beim anderen machen.
Aus der Perspektive eines Private-Equity-Investors greift diese Betrachtung zu kurz. Impact ist keine Philanthropie. Richtig in die Strategie integriert, kann Impact ein zusätzlicher Wertschöpfungshebel sein – neben klassischen Instrumenten wie Wachstum, Internationalisierung oder operativer Verbesserung.
Und genau darum geht es: Impact kann einem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bringen, zusätzliche Nachfrage schaffen oder neue Märkte erschließen. Gelingt das, stehen finanzielle Rendite und positive Wirkung nicht nebeneinander. Dieselben Maßnahmen können beides erzeugen. Für den Investor steigen Rendite und ökologische oder gesellschaftliche Wirkung dann gemeinsam – nicht die eine auf Kosten der anderen.
Ein Praxisbeispiel liefert die Strategie Argos Climate Action (ACA). Hier nutzen wir Dekarbonisierung als zusätzlichen Wertschöpfungshebel in klassischen Buyout-Investments.
Erst Buyout, dann Impact
Der ACA-Fonds investiert in europäische mittelständische Unternehmen. Dabei suchen wir gerade nicht nach Unternehmen, die bereits besonders „grün“ sind. Entscheidend ist zunächst, dass ein Unternehmen ein überzeugendes Private-Equity-Investment darstellt. Es muss als Buyout überzeugen – durch ein attraktives Geschäftsmodell, eine starke Marktposition und gute Entwicklungsperspektiven. Interessant wird es dann, wenn zusätzlich erhebliches und realisierbares Dekarbonisierungspotenzial vorhanden ist.
Die These dahinter: Dekarbonisierung kann wirtschaftlichen Wert schaffen. Ein geringerer Energie- und Ressourcenverbrauch kann Kosten senken. Gleichzeitig verlangen Kunden zunehmend emissionsärmere Produkte und Dienstleistungen, nicht zuletzt, weil sie eigene Nachhaltigkeitsziele erfüllen müssen. Unternehmen, die darauf frühzeitig reagieren und so Wettbewerbsvorteile entwickeln, können ihre Position bei bestehenden Kunden stärken oder neue Aufträge gewinnen.