Impact-Investing in der Praxis Kombinierte Kennzahlen und Fallstudien bringen den Erfolg

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Standards

Wir orientieren uns an den Operating Principles for Impact Management der International Finance Corporation (IFC), weil aus diesen Prinzipien der Beitrag, den Anleger von Anfang an leisten können, hervorgeht. Dieses Konzept ist wichtig, um den Mehrwert herauszufiltern, den Anleger durch den Impact ihrer Investments schaffen.

Zertifizierungen

Auch wenn Franklin Real Asset Advisors keine Drittzertifizierungen für die Vermögenswerte in seiner Strategie der sozialen Infrastruktur anstrebt, nutzt es die Building Research Establishment Environmental Assessment Method (BREEAM) sowie die Zertifizierung Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) innerhalb des Impact-Management-Systems.

Dazu gibt das Managementteam jeweils individuelle „Impact Due Diligence“-Berichte bei führenden Umwelt- und Ingenieurbüros in Auftrag. Diese Berichte liefern wertvolle Daten über den aktuellen Zustand der betreffenden Vermögenswerte und legen zugleich das Potenzial für Umweltverbesserungen dar. Die Berichte enthalten außerdem Benchmarking-Informationen gegenüber den BREEAM- und LEED-Zertifizierungen.

Methoden

Unsere Due-Diligence-Instrumente und das Impact-Berichtswesen werden durch das Impact Management Project (IMP) ergänzt: So lassen sich Wirkungsmechanismen beurteilen, etwa in welchem Umfang Impact entsteht und welche Risiken auftreten können.

In der Praxis bedeutet dies, dass jeder Vermögenswert im Portfolio in einer jährlichen Impact-Analyse auf insgesamt fünf Wirkungsdimensionen hin begutachtet wird. Dies geschieht beispielsweise durch eine Dokumentation der SDG-Ausrichtung sowie eine Darstellung des erreichten beziehungsweise geplanten Impacts.

Kennzahlen

Das Impact-Management-System für die Strategie der sozialen Infrastruktur stützt sich vorrangig auf den IRIS-Kennzahlenkatalog – den gängigsten Kennzahlenrahmen für Impact Investments, der vom Global Impact Investing Network (GIIN) aufgestellt worden ist. Die Abgleichung mit IRIS ermöglicht es, die jeweiligen Impact-Ergebnisse vergleichbarer und leichter verständlich zu machen.

Unser Team wollte jedoch auch Schlüsselkennzahlen heranziehen, die nicht im IRIS-Katalog enthalten sind. Als äußerst hilfreich hat sich hierbei die Erstellung maßgeschneiderter Kennzahlen und anlageklassenspezifischer Kennzahlenstandards erwiesen, wie sie beispielsweise für die ESG-Berichterstattung über Immobilien von der Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) verwendet werden.

Fazit

Mit der Kombination aus bewährten Standardkennzahlen sowie maßgeschneiderten, anlageklassenspezifischen Kennzahlenstandards verfolgen wir bei Impact-Investments einen praktischen und ganzheitlichen Ansatz. In der Praxis ermitteln wir für jeden einzelnen Vermögenswert aus dem Bereich der sozialen Infrastruktur, der es in das Portfolio schafft, wichtige Leistungskennzahlen, die mit den sechs Kernzielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) abgeglichen werden.

Kennzahlen sind ein wichtiger Baustein für jedes Impact-Management-System, aber wir greifen darüber hinaus auf anlagespezifische Fallstudien zurück, um die infolge einer Anlage erwünschten positiven Effekte zu veranschaulichen. Zusammengenommen ermöglichen quantitative Kennzahlen und qualitative Fallstudien umfassende und zuverlässige Berichte für Anleger, die mit ihrer individuellen Initiative am Markt ganzheitlichen Impact gewährleisten wollen.