Immobilienkrise Einst wohlhabendste Frau Asiens verliert 26 Milliarden Euro

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Immobilienkrise
Einst wohlhabendste Frau Asiens verliert 26 Milliarden Euro
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Opfer der platzenden Immobilienblase in China

Opfer der platzenden Immobilienblase in China: Yang Huiyan verlor einen Großteil ihres Vermögens Foto: Country Garden

Viele Jahre lang galt Yang Huiyan als wohlhabendste Frau Asiens. Als Erbin von Country Garden, einem chinesischen Immobilienunternehmen, das auf den Bau von höherpreisigen Appartements spezialisiert ist, war sie von Geburt an wohlhabend, bewies nach ihrem Studium dann auch selbst eine gute Nase, was Geschäfte anging. Doch in nur zwei Jahren verlor sie über 26 Milliarden Euro, also gut 84 Prozent ihres Nettovermögens. Im August 2022 musste Huiyan bereits den Titel als vermögendste Frau Asiens an Savitri Jindal abgeben, der wohlhabendsten Frau Indiens. Schon bald könnte Huiyan gar nicht mehr auf der Liste auftauchen.

Country Garden droht die Zahlungsunfähigkeit

Laut Bloomberg Billionaires Index hat die Chinesin nämlich mehr verloren als jeder andere Milliardär auf der Welt. Ihr derzeitiges Nettovermögen soll noch bei gut 5 Milliarden Euro liegen – und nun droht der große Absturz. Der Grund: Country Garden droht die Zahlungsunfähigkeit. Die fälligen Zinszahlungen für zwei Anleihen können derzeit nicht bedient werden, nach einer finalen 30-tägigen Frist, um das Geld auszuzahlen, wird die Firma als zahlungsunfähig eingestuft.

 

Nach Evergrande wäre dies die zweite Pleite eines Branchengiganten in China. Ähnlich wie dieser hatte Country Garden in den Zeiten des Baubooms massiv Schulden angehäuft, die im derzeitigen Marktumfeld schlecht umfinanziert werden können. Die Folge ist eine Liquiditätskrise, die laut Brancheninsidern durchaus gewollt sein könnte von der chinesischen Führung. Staatschef Xi Jingping war das Gebaren der hiesigen Immobilienbranche demnach schon länger ein Dorn im Auge: „Häuser sind zum Wohnen da und nicht zum Spekulieren.“

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