Für 40 Millionen Euro plus X Deutschlands teuerstes Wohnhaus steht zum Verkauf

Das Alexandrinen-Cottage wurde 1839/40 im Auftrag von Großherzog Paul Friedrich  erbaut. Die Pracht-Immobilie steht seit Jahrzehnten leer.

Das Alexandrinen-Cottage wurde 1839/40 im Auftrag von Großherzog Paul Friedrich erbaut. Die Pracht-Immobilie steht seit Jahrzehnten leer. Foto: Imago Images / Shotshop

Unverstellbarer Blick auf die Ostseee, ruhige Lage und ein riesiges Grundstück. Alleinstellungsmerkmale, die das Alexandrinen-Cottage zu etwas ganz Besonderem machen. Seit Jahrzehnten ist Immobilien-Perle unbewohnt, nun steht sie zum Verkauf. 40 Millionen Euro ruft der beauftragte Makler Engel & Völkers auf. Derzeit dürfte es schwer sein, ein hochpreisigeres und vor allem exklusiveres Anwesen zu finden. „Das überaus harmonische Ensemble ist mit seinem Zusammenspiel von Baukunst und Natur ein wahres und schon fast legendäres Gesamtkunstwerk“, schwärmt der Makler dann auch folgerichtig im Exposé.

Die Villa beeindruckt mit 18 Zimmern, bietet dabei 1449 Quadratmeter Wohnfläche. Das Domizil steht in seinem eigenen Park, der sich auf fast einen halben Hektar erstreckt. Und das alles in bester Lage: Die Villa steht an einem abgelegenen Zipfel des Kurorts Heiligendamm, direkt an der Ostsee und wurde 1839/40 im Auftrag von Großherzog Paul Friedrich auf einer angelegten Seeterrasse erbaut.

 

Der Großherzog schenkte die mediterran gehaltene Villa seiner Frau, der Großherzogin und preußischen Prinzessin Alexandrine von Preußen. Bis 1945  blieb das Haus im Privatbesitz der herzoglichen Familie. Nach der Enteignung 1945 wurde aus der "Alexandrine" dann das Haus Weimar und es ging in Volkseigentum über.1997 kaufte es der Immobilieninvestor Anno August Jagdfeld, wollte renovieren, sanieren und das Anwesen als Familienresidenz nutzen.

Geschehen ist dies nicht, es steht seit über 25 Jahren leer. Zum Anwesen gehört beispielsweise ein eigener 80 Meter langer Steg, zu dem eine steinerne Treppe hinunterführte. Im Januar 2017 wurde der Liegnitz-Steg – nach Auguste von Harrach, Fürstin von Liegnitz, einer der ersten Gäste im Cottage benannt – durch das Sturmtief Axel so stark beschädigt, dass er gesperrt wurde. An dieser und weiteren Baustellen müsste ein neuer Besitzer mehrere Millionen Euro zusätzlich in die Hand nehmen, um alles auf Vordermann zu bringen – zumal die Wände dünn sind, da das Haus ursprünglich als bescheidene Sommerresidenz errichtet wurde. Dennoch –  laut Engel und Völkers gibt es viele Nachfragen und auch schon Kaufinteressenten. Mehr möchte man aber nicht verraten. 

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