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HSBC zu neuen Konsumtrends Frauen und Millennials verändern die Welt

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Millennials mögen Lieferdienste und Elektroautos

Millennials sind mit dem Internet aufgewachsen und kaufen daher mehr online. Zudem bevorzugen viele Millennials Elektroautos und setzen auf Carsharing oder Ride Hailing, wie die Gründung von Unternehmen wie Lyft und Uber zeigen. Anteile dieses Geschäfts wollen auch Daimler, BMW und Volkswagen vereinnahmen, weshalb sie ihr Angebot an E-Autos in den nächsten Jahren kräftig ausbauen werden. Gleichzeitig haben Daimler und BMW einen gemeinsamen Mobilitätsdienstleister mit mehr als 60 Millionen aktiven Nutzern gestartet. Laut einer Studie der Universität von Chicago bevorzugen Millennials insgesamt teurere Produkte und Dienstleistungen, inklusive Luxusgüter wie Kleider, Handtaschen, Schuhe und Schmuck. Zudem ist das Essverhalten der Millennials anders als bei anderen Bevölkerungsgruppen. Sie ordern mehr bei Lieferdiensten, wie etwa bei Delivery Hero oder dem Konkurrenten Takeaway.

Starbucks und Under Armour hoch im Kurs

Mit ihrem Einkaufsverhalten könnten Millennials auch das Geschäft der Kaffeehauskette Starbucks, von Nike oder des Wettbewerbers Under Armour ankurbeln. Für viele Millennials ist Kaffeetrinken fast ein Synonym für Starbucks geworden, die Marke ist eine der beliebtesten in dieser Bevölkerungsgruppe. Der Konzern recycelt möglichst viele Becher und fördert mit dem „Bring Your Own Tumbler“-Angebot den Einsatz von Mehrwegbechern und die Verringerung von Abfall. Jeder Gast, der sein Getränk in einen mitgebrachten Becher füllen lässt, bekommt einen Preisnachlass.

Under Armour betreibt mit „Connected Fitness“ das größte digitale Fitness- und Gesundheitsnetzwerk der Welt. Bisher haben sich rund 200 Millionen Sporttreibende registriert. Durch das soziale Netzwerk erhält der Konzern eine direkte Beziehung zu den Akteuren und kann eine Menge von Daten sammeln.

Chinas Wachstum beflügelt die Weltwirtschaft

Neben Frauen und Millennials wird in den nächsten Jahrzehnten noch ein weiterer Faktor die Einkaufswelt zusehends verändern: Das erwartete kräftige Wirtschaftswachstum in Asien. Weil die Bevölkerung hier weiter wächst und das Pro-Kopf-Vermögen steigt, soll Asien in den nächsten zehn Jahren 55 Prozent des Wachstums der Weltwirtschaft ausmachen. In diesem Zusammenhang dürfte der Anteil Asiens an der weltweiten Wirtschaftsleistung von 26 auf fast 35 Prozent steigen.

Größter Wachstumsmotor soll China bleiben. Schätzungen zufolge wird das Land im Jahr 2030 mit einer Wirtschaftsleistung von umgerechnet 26 Billionen US-Dollar die USA mit 25,2 Billionen US-Dollar an der Weltspitze ablösen. Der Handelskonflikt dürfte bremsen, aber bereits in den Jahren 2019 und 2020 könnte China jeweils mehr zum Wachstum der Weltwirtschaft beitragen als die USA. Von diesen Trends dürfte auch der Internethändler Alibaba profitieren. Laut den Schätzungen von Reuters soll der Umsatz des Unternehmens zwischen dem Fiskaljahr 2017/18, das im März endete, und 2020/21 um 165 Prozent auf rund 665 Milliarden Renminbi (99,3 Milliarden US-Dollar) zulegen. Diese Entwicklung sowie der zunehmende Einfluss von Frauen und Millennials auf das Einkaufsverhalten zeigen mögliche Veränderungen an. Für Anleger kann es sich lohnen, diese Trends im Blick zu behalten.

Die aktuelle Ausgabe des HSBC-Magazins „MarktBeobachtung“ können Sie hier herunterladen.