HSBC-Emissionstool Bessere Beratung dank digitaler Hilfsmittel

Interaktion von Mensch und künstlicher Intelligenz: Berater sollten auf innovative digitale Werkzeuge setzen | © Getty Images

Interaktion von Mensch und künstlicher Intelligenz: Berater sollten auf innovative digitale Werkzeuge setzen Foto: Getty Images

Das klassische Bankgeschäft unterliegt einem zügigen Wandel. Ja, das klingt wie eine Floskel. Im Hinblick auf viele sich gleichzeitig vollziehende Veränderungen ist das jedoch ein nicht zu ignorierender Fakt.

Von innen heraus vollzieht sich vielerorts der reichlich diskutierte und notwendige Wertewandel, welcher das Selbstverständnis der Finanzdienstleistungsinstitute sowie deren Verhältnis zu ihren Kunden positiv beeinflusst.

Banken vor tiefgreifenden Veränderungen

Parallel dazu werden die Banken auch von außen durch mittlerweile unzählige Regulierungsmaßnahmen zu Veränderungen angetrieben. Viele davon mit dem Ziel, die Verbraucher zu schützen und die Anlageberatung zu verbessern.

Als ob das nicht genug wäre, ist auch noch der technologische Fortschritt mit den bekannten „Buzzwords“ omnipräsent. Kaum ein Tag vergeht, an dem man nicht über „Digitalisierung“, „FinTech“, oder „Robo-Advisory“ liest und hört.

Gerade letzteres wird von der beratenden Zunft – teils zu Recht, teils zu Unrecht – als Bedrohung empfunden. Die Zahlen hierzu sind nämlich komplett verschieden. Laut McKinsey werden weltweit bereits 95 Milliarden US-Dollar (80 Milliarden Euro) von Anlage-Robotern verwaltet. In Deutschland beträgt das so verwaltete Vermögen lediglich magere 600 Millionen US-Dollar (506 Millionen Euro). Aber 20 Prozent der Kunden hierzulande können sich vorstellen, Fans der Roboter zu werden. Aussitzen kann man den sich abzeichnenden Trend also nicht.

Ein Trend, den es dagegen aus Sicht vieler Kreditinstitute zu durchbrechen gilt, sind die rückläufigen Erlöse. Denn das praktisch nicht vorhandene Zinsniveau stellt nicht nur den Anleger, sondern auch dessen Bank vor Herausforderungen.

Vereinfacht dargestellt gilt: Je kleiner der Zins, desto kleiner die Zinsmarge. Man möchte entgegnen, aber an den Aktienmärkten – da läuft es doch gut! Richtig, nur leider stagniert die Zahl der Anleger, die an den Aktienmärkten aktiv ist. Für viele risikoaverse Anleger ist der Weg aus der vermeintlich sicheren Welt der Sparbriefe und festverzinslichen Anleihen hin zum Direktinvestment in Aktien und Aktienfonds schlicht und ergreifend zu weit. Die dortigen Schwankungen oftmals zu extrem, die Verlustrisiken zu groß.

Kurzum: Mit dem Leitsatz aus vielen Marketingabteilungen „Dividenden sind die neuen Zinsen“ konnten sich noch zu wenige Anleger anfreunden.

Also liegen weiterhin unzählige Milliarden auf Giro-, Spar- und Tagesgeldkonten, wo sie den Anlegern inflationsbereinigt Verluste bescheren und auch für die beherbergenden Institute zum Kostenungeheuer werden. Denn viele entscheiden sich dazu, die Kundengelder sicher bei der Europäischen Zentralbank (EZB) anzulegen, bei der wiederum negative Zinsen anfallen. Hieraus resultieren bei vielen Banken jährliche Kosten in Millionenhöhe.