Hilfe bei der Auswahl derivativer Produkte Technische Analyse weist den Weg zum Anlageerfolg

Chartverlauf des DAX®: Für die Anleger beobachtet und kommentiert Jörg Scherer, Leiter Technische Analyse von HSBC, täglich die Märkte | © DAX-Grafik aus „Daily Trading“

Chartverlauf des DAX®: Für die Anleger beobachtet und kommentiert Jörg Scherer, Leiter Technische Analyse von HSBC, täglich die Märkte Foto: DAX-Grafik aus „Daily Trading“

Jeder Anleger kennt das Dilemma: Was bietet, vor dem Hintergrund der eigenen Risikoneigung und Erwartung, die bestmögliche Rendite? Die Aktie selbst? Ein Optionsschein? Eine Aktienanleihe? Oder vielleicht doch ein Discount-Zertifikat?

Die Wahl eines geeigneten Produktes spielt eine wichtige Rolle beim optimalen Einsatz des eigenen Kapitals. Dank der Produktvielfalt haben Anleger die Möglichkeit, optimal vom erwarteten Kursverlauf des Basiswerts zu profitieren.

Technische Analyse kann den Blick in die Zukunft ermöglichen

Doch bevor es an die Produktwahl geht, sollte sich der Anleger eine Meinung über den Verlauf des Basiswerts bilden. Hier kann die Technische Analyse wirksame Hilfe bieten. Dabei können Anleger auf oftmals kostenfreie Informationen wie etwa Newsletter zurückgreifen, in denen regelmäßig neben DAX® und anderen wichtigen Indizes diverse Rohstoffe, Währungen und Einzelaktien unter technischen Aspekten beleuchtet werden.

Ziel einer jeden Wertpapieranalyse ist es, sich eine möglichst konkrete und eindeutige Meinung zum künftigen Kursverlauf des Wertpapiers zu bilden. Im Rahmen der Technischen Analyse bedeutet dies, Trends, Zielmarken und Unterstützungszonen zu identifizieren. Daraus ergibt sich nicht nur eine Kursverlaufserwartung, sondern es lassen sich auch die Erwartungen bezüglich der Chancen und Risiken mit konkreten Kursmarken beziffern.

Die Ergebnisse der Analyse bieten allerdings nicht nur unter Money-Management-Aspekten einen Mehrwert, sondern können auch die Auswahl der in Frage kommenden Anlagezertifikate oder Hebelprodukte erheblich erleichtern.

Marktphase und Zeitfenster sind wichtig

Zunächst sind zwei wesentliche Merkmale für die Selektion der passenden Produktgattung entscheidend: die aktuelle Marktphase und das betrachtete Zeitfenster. Erstere wird klassischerweise durch einen Aufwärtstrend, eine Seitwärtsbewegung oder eine Abwärtstendenz charakterisiert. Ist der grundsätzliche Trend einer Zeitebene analysiert, ergeben sich hieraus bereits Anforderungen an die Produkteigenschaften. So sind „short“- bzw. mittel- bis langfristig orientierte Anlageprodukte in einem kurzfristigen Aufwärtstrend beispielsweise kaum die beste Wahl.

Anleger sollten zudem relevante Widerstands- und Unterstützungszonen identifizieren. Klassischerweise werden diese durch markante Hoch- und Tiefpunkte sowie Glättungs- und Trendlinien markiert.

All diese Kursmarken können für das Money-Management, zum Beispiel für die Platzierung eines Stop-Loss, als Orientierungspunkte dienen. Sie können aber auch als zusätzliches Argument bei der Auswahl der Produktgattung sowie der Selektion des konkreten Wertpapiers mit Blick auf eine möglichst optimale Ausstattung herangezogen werden.