Hannoversche Volksbank beteiligt sich an Valexx
„Es gibt keine Überschneidung unserer Häuser“
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Gibt es mögliche Synergie-Effekte durch die Beteiligung?
Battefeld: Aktuell nicht. Weder die Valexx noch die Volksbank haben Zugriff auf Daten des anderen. Eine Kernkompetenz der Valexx ist der Zugriff auf die wirklich besten Anlagen – und zwar bankenunabhängig und institutsübergreifend. Die Vermögensverwaltung der Valexx erzielt seit Jahren erstklassige Ergebnisse und das Unternehmen verfügt über eine sehr hohe Kundenzufriedenheit. Denkbar ist, dass auch die Private-Banking-Berater unseres Hauses ihre Kunden davon profitieren lassen und zukünftig Leistungen der Valexx empfehlen, die wir im eigenen Haus nicht darstellen können oder wollen.
Herr Battefeld, sind für Ihr Haus weitere Zukäufe im Vermögensverwalterbereich denkbar?
Battefeld: Momentan ist nichts geplant. Die Rahmenbedingungen sind aufgrund unserer regionalen und genossenschaftlichen Ausrichtung jedoch auch eng gesteckt.
Vor wenigen Jahren hatte es im Westfälischen eine Diskussion bei der Gründung eines Vermögensverwalters durch eine Volksbank gegeben. Unterläuft man mit einer Vermögensverwaltungs-Tochter generell das genossenschaftliche Regionalitätsprinzip?
Battefeld: Unser Engagement ist eine Unternehmensbeteiligung, keine Gründung einer eigenen, überregionalen Vermögensverwaltung. Dabei haben wir bewusst auf den regionalen Schwerpunkt in unserem Wirtschaftsraum geachtet. Zu unseren Nachbar-Volksbanken pflegen wir einen freundschaftlichen Kontakt und haben sie natürlich über unser Engagement informiert.
Werden wir künftig Beteiligung an oder Gründung von einer Vermögensverwaltung häufiger im genossenschaftlichen Bereich sehen?
Battefeld: Ich glaube nicht, dass unsere Beteiligung an der Valexx als Musterbeispiel dienen sollte. Jede Volksbank und Raiffeisenbank muss hier ihren eigenen Weg gehen. Gleichwohl liegen die Vorteile auf der Hand.
Über die Interviewten: Mirko Albert ist Vorstandsvorsitzender der Value Experts Vermögensverwaltung. Der 45-Jährige schloss sich dem Finanzdienstleister mit den Standorten Hannover, Beckum, Bielefeld und München Anfang 2012 an. Zuvor war er über 20 Jahre bei Dresdner Bank und Commerzbank in der Betreuung von vermögenden Kunden tätig.
Matthias Battefeld ist seit Anfang 2015 im Vorstand der Hannoverschen Volksbank für das Privatkundengeschäft, darunter auch das Private Banking verantwortlich. Davor war er rund 26 Jahre für die Deutsche Bank tätig, war Mitglied der Geschäftsleitung in Hannover und Düsseldorf.
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