Nach Signa-Pleite Hamburg kauft Elbtower-Anteil für 595 Millionen Euro

Rohbau des Elbtowers in Hamburg an der Elbe

Etwa 100 Meter hoch ist der Elbtower-Rohbau bisher. Hamburg will die unteren zwölf Stockwerke für ein Naturkundemuseum erwerben. Bildquelle: Imago / Christian Ohde

Die Stadt Hamburg will sich am Elbtower beteiligen. Bürgermeister Peter Tschentscher und weitere Vertreter der rot-grünen Stadtregierung gaben heute bekannt, dass der Senat bereit ist, einen Teil des Hochhauses zu kaufen.

In den unteren zwölf Stockwerken mit 46.000 Quadratmetern Fläche soll das Naturkundemuseum der Leibniz-Gesellschaft einziehen. Das entspricht 48 Prozent der gesamten Nutzfläche. Mit dem Konsortium um Becken Development, das das ehemalige Signa-Projekt fertigstellen will, wurde ein Kaufpreis von 595 Millionen Euro ausgehandelt.

Turm wird 46 Meter niedriger

Der Elbtower soll statt der ursprünglich geplanten 245 Meter nur noch 199 Meter hoch werden. Architekt David Chipperfield hat der Änderung zugestimmt. Durch die Reduzierung entfallen zwölf Büroetagen, die Nutzfläche sinkt von 120.000 auf knapp 100.000 Quadratmeter. Die erste Tranche von 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises wird erst fällig, wenn der Elbtower von außen fertiggestellt ist.

Signa-Pleite brachte Projekt zum Stillstand

Der Rohbau liegt seit dem Zusammenbruch des Signa-Konzerns von René Benko brach und ist bisher etwa 100 Meter hoch. Ende November 2023 hatte die Signa Holding mit Verbindlichkeiten von rund fünf Milliarden Euro ein Sanierungsverfahren beantragt. Kurz darauf meldeten auch die beiden Kerngesellschaften Signa Prime Selection und Signa Development Selection Insolvenz an. Der Elbtower gehörte zum Portfolio der Development Selection. Der Hamburger Immobilienunternehmer Dieter Becken führt nun eine Gruppe vornehmlich Hamburger Investoren an, die den Wolkenkratzer fertigstellen wollen.

 

Senatsbeschluss steht unter Vorbehalt

Ein förmlicher Senatsbeschluss soll kommenden Dienstag gefasst werden. Dieser steht unter dem Vorbehalt einer Zustimmung durch die Bürgerschaft. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass der Bau im kommenden Jahr wieder aufgenommen und 2029 fertiggestellt wird. Der Rohbau liegt seit dem Zusammenbruch des Signa-Konzerns von René Benko brach und ist bisher etwa 100 Meter hoch.

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