Berenberg-Zahlen 2013 „Hamburg ist ein absoluter Top-Standort im Private Banking“

„Wir haben unser Geschäft sehr diversifiziert aufgebaut und konzentrieren uns in allen vier Geschäftsbereichen auf das Provisionsgeschäft“, so Hans-Walter Peters, Sprecher der Hamburger Privatbank Berenberg. Die Bank erwirtschaftete in diesem Bereich einen Überschuss von 234,4 Millionen Euro. Das ist ein Anstieg um 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zu diesen Zahlen passt, dass Berenberg personell aufgestockt hat. Insgesamt ist die Zahl der Beschäftigten 2013 um knapp 3 Prozent auf 1.147 Mitarbeiter gestiegen. Vor allem bei der Betreuung von vermögenden Privatkunden will das Unternehmen aber noch weiter wachsen – ungefähr 7.000 solcher Kunden hat Berenberg derzeit im Bestand. Dabei glaubt Peters an den Standort der Hansestadt: „Hamburg ist ein absoluter Top-Standort im Private Banking, und wir haben hier eine sehr gute Marktstellung.“

Ebenfalls für gute Stimmung sorgt das verwaltete Vermögen, das sich um 6,8 Prozent von 28,2 Milliarden auf 30,1 Milliarden Euro erhöht hat. Die Bilanzsumme stieg von 4,3 Milliarden auf 4,5 Milliarden Euro. Die haftenden Eigenmittel wurden um 2,5 Millionen auf 223,4 Millionen Euro erhöht. Hans-Walter Peters dazu: „Mit einer Kernkapitalquote von 15,3 Prozent (14,4 Prozent) liegt die Berenberg Gruppe weiterhin sehr deutlich über den künftig geforderten Sätzen.“

Diesen Zahlen gegenüber stehen gestiegene Personalkosten in Höhe von 9 Millionen Euro und ein um 20,2 Millionen Euro vergrößerter Verwaltungsaufwand, der sich nunmehr auf insgesamt 235,1 Millionen Euro beläuft. Berenberg begründet die gestiegenen Kosten mit Weiterbildungsmaßnahmen, Personalsuche und den Ausbau der Infrastruktur.

Den laufenden Zinsüberschuss sowie das Handelsergebnis nimmt Berenberg nicht allzu wichtig. Das verwundert nicht: Der laufende Zinsüberschuss ergab 31,8 Millionen Euro und stieg damit nur minimal von 31,2 Millionen Euro im Vorjahr. Das Handelsergebnis baute sogar von 35,1 Millionen auf 22,2 Millionen Euro ab.

Insgesamt schloss die Bank das Geschäftsjahr 2013 mit einem Ergebnis von 66,1 Millionen Euro ab, was einem Jahresüberschuss von 9,8 Prozent entspricht. Somit konnte die Niedrigzinsphase den Gewinn der Bank kaum schmälern. Um den Kunden aber auch weiter etwas bieten zu können, hat Berenberg sich in den Bereichen Wald, Ackerland und Kunst verstärkt, aber auch Immobilieninvestments sind angesagt. So stellte der Geschäftsbereich Private Banking innerhalb von zwei Tagen einen Fonds von rund 40 Millionen Euro mit einem Geschäfts- und Ärztehaus am Universitätsklinikum Eppendorf auf die Beine. „Gerade für das Private Banking gilt: Nur wenn die Kunden Geld verdienen, verdient auch die Bank“, sagt Peters.