München Hackerangriff auf die V-Bank: Kundendaten gestohlen

Die V-Bank wurde von Hackern attackiert

Die V-Bank wurde von Hackern attackiert Bildquelle: Christoph Fröhlich mit KI

Die V-Bank, nach eigenen Angaben Deutschlands größte Depotbank für unabhängige Vermögensverwalter, ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Den Tätern gelang es, personenbezogene Daten von Kunden und Geschäftspartnern zu entwenden. Der Angriff erfolgte am Montag über einen externen IT-Dienstleister, nicht über die eigene Infrastruktur der Bank.

„Wir können bestätigen, dass unsere Bank infolge eines Cyber-Angriffs auf einen externen IT-Dienstleister Ziel eines unbefugten Datenzugriffs wurde“, teilte das Münchner Institut mit. Es handle sich um einen professionell durchgeführten kriminellen Angriff, den die Bank sehr ernst nehme. Die Systeme des Dienstleisters hätten die Attacke nicht abgewehrt; darüber gelangten die Täter an Daten der V-Bank.

Was betroffen ist und was nicht

„Bedauerlicherweise ist es den Tätern gelungen, einzelne personenbezogene Daten von Kundinnen, Kunden und Geschäftspartnern zu entwenden“, heißt es im Statement des Instituts. Auf Konten hätten die Täter zu keinem Zeitpunkt zugreifen können. Das gelte auch für sämtliche Kontozugangs- und Legitimationsdaten wie Benutzernamen und Passwörter sowie für Steuerdaten. „Ein Abfluss von Geldern hat nicht stattgefunden“, betont die Bank.

Alle IT-Systeme der V-Bank seien stabil und uneingeschränkt funktionsfähig. Hinweise auf einen Missbrauch der entwendeten Daten lägen nicht vor. Seit Bekanntwerden des Vorfalls arbeite man gemeinsam mit internen und externen Experten an der Aufklärung. Man habe habe „eine Taskforce aus internen und externen, auf Cyber-Kriminalität spezialisierten Experten" eingerichtet, um den Vorfall gründlich zu untersuchen. Die forensischen Untersuchungen dauerten an. Von diesem Tag an informiere die Bank ihre Kunden und Geschäftspartner.

Das Geschäftsmodell der V-Bank

Die V-Bank hat sich auf die Führung von Depots für unabhängige Vermögensverwalter spezialisiert und wirbt damit, dass acht von zehn dieser Unternehmen ihre Dienste nutzen. Hinzu kommen Family-Offices und Stiftungen.

 

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Geschäftspartner auf 504. Insgesamt verwaltet die Bank rund 73.000 Konten und Depots, das verwaltete Vermögen (Assets under Custody) lag Ende 2025 bei rund 66 Milliarden Euro. Mit etwa 180 Mitarbeitern erwirtschaftete das Institut einen Gewinn von rund 52 Millionen Euro. Die Bank gehört ihren Kunden: Über 80 Prozent der Anteile halten unabhängige Vermögensverwalter und Family-Offices.

Dass Finanzdienstleister häufig ins Visier geraten, hängt mit ihrem Datenbestand zusammen: Sie verwalten besonders sensible personenbezogene Daten und arbeiten zugleich mit zahlreichen externen Dienstleistern zusammen. Jede dieser Schnittstellen vergrößert die Angriffsfläche – wie der Fall der V-Bank zeigt

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