Gutes tun, tut gut – Teil 6 Wie man die Wirkung eines sozialen Investments plant

Die Wirkungstreppe veranschaulicht, welche Stufen der Wirkung es bei sozialen Investments gibt | © Stefan Schultze/Phineo gAG

Die Wirkungstreppe veranschaulicht, welche Stufen der Wirkung es bei sozialen Investments gibt Foto: Stefan Schultze/Phineo gAG

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Wie lässt sich feststellen, ob ein Projekt wirksam arbeitet und Ihr Investment oder das der Kunden sinnvoll ist?

Zunächst mal: eine soziale Wirkung erzielen, einen gesellschaftlichen Unterschied ausmachen liegt im Eigeninteresse jedes Investors, unabhängig vom Investmentvolumen. Entsprechend entspannt können Sie oder Ihre vermögenden Kunden sich dem Thema nähern.

Denn welche Wirkung Sie mit Ihrem Investment erzielen möchten, wie Sie die Wirkung feststellen und welche Schlüsse Sie daraus ziehen, haben Sie letztlich selbst in der Hand. Im Sinne eines „sozial rentablen“ Investments kommt es nämlich vor allem darauf an, Wirkung mitzudenken.

Die Unterschiede von Output, Outcome und Impact

Generell sind Investitionen in ein Förderprojekt immer dann effektiv, wenn dieses Projekt Wirkungen bei seiner Zielgruppe erreicht. Wirkungen – sogenannte Outcomes und Impacts – können beispielsweise sein, dass die Zielgruppe neue Fähigkeiten erwirbt, positive Veränderungen im Handeln zeigt oder sozial aufsteigt. Diese Wirkungen sollten sich auf konkrete Angebote Ihres Förderprojekts zurückführen lassen.

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Grafik: Stefan Schultze/Phineo gAG

Damit diese Wirkungen überhaupt erreicht und mit dem Projekt in Zusammenhang gebracht werden können, muss das von Ihnen geförderte Projekt entsprechende Voraussetzungen erfüllen:
  • Das Projekt kann klar benennen, was bei den Zielgruppen erreicht werden soll und warum. Es werden Wirkungsziele definiert und es kann begründet werden, warum diese Ziele zu einer Verbesserung beitragen. Das setzt voraus, dass im Vorfeld geklärt wurde, ob für das Projekt überhaupt ein Bedarf besteht, welche konkreten Bedürfnisse die Zielgruppen haben und welche ähnlichen Angebote es bereits gibt.

  • Es ist klar, wie die Ziele erreicht werden sollen. Neben einem fundierten Konzept verfügt das Projekt über eine klare Wirkungslogik. Letzteres heißt, die eingesetzten Ressourcen, durchgeführten Aktivitäten und erzielten Wirkungen in einen kausalen Zusammenhang zu setzen, um nachvollziehen zu können, welche Schritte für das Erreichen der Ziele notwendig sind.

  • Es gibt Belege oder zumindest Hinweise darauf, dass Wirkungen erzielt werden. Das heißt, das Projekt erfasst seine Outputs (zum Beispiel die Anzahl durchgeführter Schulungen, Veranstaltungen, Coachings et cetera) und Outcomes (beispielsweise Verhaltensänderung der Zielgruppe), anhand ausgewählter Indikatoren, die aus den Wirkungszielen abgeleitet werden.

  • Das Projekt wird aktiv gesteuert. Sowohl die Organisation als auch Sie selbst nutzen die Erkenntnisse aus dem Monitoring regelmäßig, um zu überprüfen, ob das Projekt noch auf Kurs liegt oder ob Anpassungen notwendig sind. Eine aktive Steuerung lässt sich auch daran erkennen, dass es eine positive Fehler- und Lernkultur gibt.

  • Aufwände, Aktivitäten und Wirkungen des Projektes werden transparent gemacht, das heißt sie sind leicht zugänglich und nachvollziehbar. Auch Misserfolge und daraus gezogene Rückschlüsse werden kommuniziert.
Zugegeben, diese Kriterien sind keine Garantie dafür, dass ein Projekt Wirkung erzielt. Aber sie geben Aufschluss darüber, ob überhaupt die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und wirksame Projektarbeit gegeben sind.