Großprojekte in Asien Invesco will mit neuem Rentenfonds Infrastruktur finanzieren

Seite 2 / 2

Finanzierung über Anleihen 

Wegen der zunehmenden Wirtschaftsaktivität in der BRI-Region müssen sowohl Regierungen als auch andere Akteure mehr Anleihen an den Markt bringen, um ihre Investitionsprojekte zu finanzieren. Dadurch würden ausgewählte Neuemissionen in der Region attraktivere Gesamtrenditen bieten als Anleihen ähnlicher Bonität und Laufzeiten in traditionellen Anleihemärkten.  

Gleichzeitig erwartet Invesco, dass sich die Solvabilität und Liquidität der meisten dieser Länder infolge der engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Produktivitätssteigerungen durch Direktinvestitionen in BRI-Ländern verbessern sollte. Das wiederum könnte den Weg für künftige Heraufstufungen der Länder-Ratings ebnen und sich in besseren Kreditprofilen der Banken, staatseigenen Unternehmen und privaten Firmen in diesen Ländern – und damit einer höheren Attraktivität ihrer Anleihen – niederschlagen. 

Auch wenn die Belt-&-Road-Initiative sehr China-lastig klingt, bietet sie nach Einschätzung von Ken Hu eine enorme Chance für Anleger, die ein über verschiedene regionale Anleihemärkte gestreutes Engagement wünschen. Hu ist Chefanleger bei Invesco im Bereich festverzinslicher Wertpapiere in der Region Asien-Pazifik und einer der Manager des neuen Fonds. 

Er und seine Kollegen sollen die Anlagegelder in dem neuen Invesco-Fonds aktiv und flexibel anlegen. Sie sind nicht an einen Referenzindex gebunden und können aus einer Vielzahl von Wertpapieren auszuwählen. Der neue Fonds ist allerdings kein lupenreines Rentenprodukt. Denn seine Manager können bis zu 10 Prozent des Portfolios in Aktien aus der BRI-Region anlegen. Aber auch Anlagen, die nichts mit der Belt-&-Road-Infrastrukturinitiative zu tun haben, können darin aufgenommen werden. Sollten die Schwankungen an den Märkten aus Sicht des Management zu groß werden, kann es bis zu 30 Prozent der Anlagesumme in Liquidität parken.