Bilanzsumme von 13,4 Milliarden Euro Große Sparkassen-Fusion in Schleswig-Holstein geplant

Sparkassen-Flaggen

Sparkassen-Flaggen: Die Sparkassen Holstein und Südholstein planen in den kommenden zwei Jahren einen Zusammenschluss Foto: Imago Images / Future Image

Ins Sparkassenlager in Schleswig-Holstein kommt Bewegung: Nach ersten Sondierungen planen die beiden Sparkassen Holstein und Südholstein eine Fusion. Die entsprechenden Verwaltungsräte beschlossen eine Vertiefung des Fusionsprozesses. Entstehen würde mit eine Bilanzsumme von 13,4 Milliarden Euro die Nr. 13 unter den deutschlandweiten 371 Sparkassen. Auch die beiden Private-Banking-Geschäftsfelder würden im Laufe der Fusion zusammengelegt.

Thomas Piehl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein: „Wir sind zwei starke Sparkassen mit ausgeprägter Ausrichtung auf die Bedürfnisse unserer Kunden. Zusammen wollen wir die aktuellen Herausforderungen wie Niedrigzins, Corona-Folgen und Digitalisierung aktiv gestalten. Jede Sparkasse für sich ist wirtschaftlich gut aufgestellt und agiert aus einer Position der Stärke heraus.“

Die finale Entscheidung über eine Fusion steht nun für das zweite Quartal 2022 an. Eine Zusammenlegung würde dann bis Juni 2023 vollzogen werden. Betriebsbedingte Kündigungen im Zuge der Fusion würden ausgeschlossen. Die Sparkasse Holstein beschäftigt zurzeit knapp 1.000 Mitarbeiter und hat eine Bilanzsumme von 7,4 Milliarden Euro, die Sparkasse Südholstein rund 900 Mitarbeiter und 6,0 Milliarden Euro Bilanzsumme.

Andreas Fohrmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südholstein: „Unsere beiden Sparkassen verfügen über erfolgreiche Geschäftsmodelle und vergleichbare Strukturen, was die Fusion begünstigt. Unsere öffentlich-rechtliche Rechtsform verbindet uns dabei genauso wie die gemeinsame Lage in der Metropolregion Hamburg, im HanseBelt und nicht zuletzt unsere ähnlichen Identitäten in Holstein.“