Große PWM-Marktstudie, Teil 5 Wie Private Banker Robo Advisor, Mifid II und ihre Arbeitgeber beurteilen

Drazen Mario Odak (l.) und Peter Hannemann: Die Inhaber der Stephan Unternehmens- und Personalberatung bieten auf Basis der Studie Instituten auf Wunsch eine individualisierte Wealth-Management-Vergleichsanalyse an.

Drazen Mario Odak (l.) und Peter Hannemann: Die Inhaber der Stephan Unternehmens- und Personalberatung bieten auf Basis der Studie Instituten auf Wunsch eine individualisierte Wealth-Management-Vergleichsanalyse an.

Lediglich ein Fünftel der deutschen Wealth Manager hält das Wettbewerbspotential von Fintechs und Robo Advisors für groß (14 Prozent) oder sehr groß (7 Prozent). Demgegenüber steht eine deutliche Mehrheit von insgesamt 79 Prozent, die die Chancen der digitalen Newcomer, den Etablierten langfristig Paroli zu bieten, als schwach (55 Prozent) oder sogar sehr schwach (24 Prozent) einschätzt.

Das geht aus der diesjährigen PWM-Marktstudie der Stephan Unternehmens- und Personalberatung hervor, für die rund 1.000 Wealth Manager aus Deutschland befragt wurden.

Auswirkungen auf ihre Karriereplanung hat der Trend zur Digitalisierung aus Sicht von vielen Wealth Managern dennoch. Zwar gibt ein Drittel an, dass dem nicht so sei. Immerhin 14 Prozent sprechen jedoch von einem maßgeblichen Einfluss der Digitalisierung, während ganze 53 Prozent einen bedingten Einfluss auf ihre Karriereplanung erkennen.

Nehme ein Arbeitgeber bei der Digitalisierung keine Vorreiterrolle ein, lasse dies zum einen viele Wealth Manager über einen Wechsel nachdenken, so die Studienautoren. Zum anderen erhöhe die fortschreitende Digitalisierung die Bereitschaft von Wealth Managern, ihr Know-how auf diesem Gebiet zu vertiefen.

Als auffälligste Wettbewerber wahrgenommen werden mit Scalable Capital (43 Prozent) und Liqid (28 Prozent) im Grunde genommen nur zwei Fintechs, während weitere Anbieter in der Wahrnehmung nur eine untergeordnete Rolle spielen.