Große PWM-Marktstudie, Teil 2 So entwickeln sich Gehälter, Kundenvolumen und Erträge

Die alle zwei Jahre erscheinende Wealth-Markt-Marktstudie 2017/2018 von der Stephan Unternehmens- und Personalberatung.  | © Stephan Unternehmens- und Personalberatung

Die alle zwei Jahre erscheinende Wealth-Markt-Marktstudie 2017/2018 von der Stephan Unternehmens- und Personalberatung. Foto: Stephan Unternehmens- und Personalberatung

Unter anderem zu Erträgen, Vergütungsmodellen und Gehältern befragt die die Stephan Unternehmens- und Personalberatung alle zwei Jahre seit 1999 rund 1.000 Private Banker und Wealth Manager. Positiv stimmt in der jüngst erschienen Umfrage, dass Erträge und Gehälter wieder steigen.

So ist das durchschnittliche Fixeinkommen der befragten Private Banker von 99.000 Euro in der vorherigen Umfrage 2015/2016 auf 108.000 Euro gestiegen. Das variable Einkommen kletterte im gleichen Zeitraum von 15.000 auf 20.800 Euro. Damit haben sich beide Gehaltskomponenten gegenüber der letzten Umfrage verbessert. Eine kleine Kehrtwende, denn fixes und variables Gehalt hatte in den vergangenen drei Befragungen stagniert oder war gefallen.

Größere Unterschiede gibt es nach wie vor in den zehn Teilmärkten, die die Studienautoren im deutschen Private-Wealth-Markt sehen. Stärkste Region bei den Gehältern ist das Gebiet Frankfurt/Rhein-Main. Dort gaben die Befragten im Schnitt ein Fixeinkommen von jährlich 136.000 Euro und ein variables Gehalt von 25.200 Euro an. „Das hängt unter anderem aber auch mit der höheren Dichte der Zentral- und Leitungsfunktionen in Frankfurt zusammen“, erklärt Drazen Odak, einer der beiden Studienautoren.

53 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereit wären einen Teil ihres variablen Gehalts für nicht-monetäre Komponenten einzutauschen. Vor allem eine verringerte Arbeitszeit finden 78 Prozent ansprechend, gefolgt von der Verrechnung auf die Lebensarbeitszeit (42 Prozent) und einer Zahlung von Mitgliedschaften (23 Prozent). Dabei würden sie von der variablen Gehaltskomponenten 36 Prozent eintauschen.

Interessant ist auch, wie die variable Gehaltskomponente gesteuert wird. So verteilen sich die Antworten nahezu paritätisch auf die Steuergrößen Deckungsbeitrag I (25 Prozent), Profit-Center-Rechnung auf Niederlassungsebene (21 Prozent), Business-Pläne (21 Prozent) oder sind laut der Befragtennicht nachvollziehbar (29 Prozent).