Großauftrag für externen Anbieter Innogy zieht Milliarden beim RWE-Pensionsfonds ab

Hat den Umbau begleitet: Michael Karst ist Leiter Recht/Steuern/Rechnungslegung sowie Finanzierungsvehikel Retirement Deutschland bei Willis Towers Watson Deutschland. | © Willis Towers Watson

Hat den Umbau begleitet: Michael Karst ist Leiter Recht/Steuern/Rechnungslegung sowie Finanzierungsvehikel Retirement Deutschland bei Willis Towers Watson Deutschland. Foto: Willis Towers Watson

Der Energieversorger Innogy überträgt seinen Pensionsfondsbestand von der RWE Pensionsfonds AG auf den Pensionsfonds des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson (WTW). Der im Jahr 2013 gegründete WTW-Pensionsfonds übernimmt als Finanzierungsvehikel Pensionsvermögen in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro für rund 10.000 Betriebsrentner.

Im Rahmen der Bestandsübertragung schmilzt das vom RWE-Pensionsfonds verwaltete Vermögen ab. Mit Kapitalanlagen von 6,4 Milliarden Euro (Stand 2017) war er bislang Platzhirsch unter den deutschen Pensionsfonds. Für die aktuellen und zukünftigen Betriebsrentner von Innogy soll sich durch den Anbieterwechsel nichts ändern. 

Eon und RWE hatten im März 2018 Pläne für ihre Neuausrichtung auf dem deutschen Energiemarkt bekanntgegeben. Die im Jahr 2016 von RWE gegründete und inzwischen an Eon verkaufte Tochtergesellschaft Innogy wird dabei zerschlagen. Der Wechsel von der Konzern- zur Anbieterlösung war im Rahmen der Übernahme von Innogy durch Eon zwingend erforderlich, erläutert Willis Towers Watson.

Michael Karst, Pensionsspezialist bei Willis Towers Watson Deutschland, erläutert: „Eine Kernanforderung des zeitlichen Projektmanagements war, alle Beteiligten und insbesondere die zuständigen Behörden über den Inhalt des Projekts und dessen Rahmenbedingungen jederzeit transparent zu informieren.“