Großaktionär der Deutschen Bank Cerberus holt Top-Banker von J.P. Morgan an Bord

J.P.-Morgan-Filiale in New York: Die langjährige Nummer zwei der Großbank soll künftig die Bank-Engagements des Finanzinvestors Cerberus verantworten. | © Getty Images

J.P.-Morgan-Filiale in New York: Die langjährige Nummer zwei der Großbank soll künftig die Bank-Engagements des Finanzinvestors Cerberus verantworten. Foto: Getty Images

Der hierzulande bekannte Finanzinvestor Cerberus Capital Management hat mit Matt Zames den hinter Chef Jamie Dimon viele Jahre zweitwichtigsten Manager der Großbank J.P. Morgan verpflichtet. Zames werde sämtliche Engagements von Cerberus in der Finanzindustrie führen, wie das Unternehmen mitteilt. Zames leitet seit 2013 als operativer Geschäftsführer an der Seite von Dimon die Geschicke des Instituts.

Damit erhöht der zurzeit aktivste Investor in der deutschen Bankenbranche seine Durchsetzungskraft, urteilt das „Manager Magazin“. Cerberus hält derzeit 5 Prozent an der Commerzbank und 3 Prozent an der Deutschen Bank. Bei letztgenanntem Institut soll Zames lange als Kandidat auf die Nachfolge des kürzlich entlassenen Chefs John Cryan gehandelt worden sein, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg. Neuer Chef der Deutschen Bank wurde dann Christian Sewing.

Zudem war Cerberus jüngst am Kauf der HSH Nordbank beteiligt und soll zudem Interesse an einem Anteil an der Norddeutschen Landesbank zeigen, sollte diese privatisiert werden. Bereits vor etwa einem Jahr hatte der US-Finanzinvestor über ihre österreichische Bankbeteiligung Bawag die Südwestbank gekauft. Über die genauen Pläne von Cerberus mit seinen deutschen Beteiligungen lässt sich nur mutmaßen.