Die Top 20 im Überblick Vermögen großer Pensionseinrichtungen wächst rasant

Studie von Willis Towers Watson: Insgesamt verwalteten die 300 größten Pension Funds Ende 2017 Vermögenswerte im Umfang von 18,1 Billionen US-Dollar. | © Willis Towers Watson

Studie von Willis Towers Watson: Insgesamt verwalteten die 300 größten Pension Funds Ende 2017 Vermögenswerte im Umfang von 18,1 Billionen US-Dollar. Foto: Willis Towers Watson

Die weltweit 300 größten Pensionseinrichtungen blicken auf ein überaus erfolgreiches Anlagejahr zurück. Wie das Beratungshaus Willis Towers Watson in einem Marktüberblick zeigt, haben diese Großanleger, für die das eher selten verwendete Synonym „Kapitalsammelstelle“ besonders treffend ist, das verwaltete Vermögen 2017 um 15,1 Prozent gesteigert. Zum Vergleich: 2016 verzeichneten die Dickschiffe ebenfalls einen sehenswerten Zuwachs, der mit 6,1 Prozent aber deutlich unter dem jüngsten Plus liegt.

Zuwächse über alle Anlageklassen hinweg haben den betrachteten Pensionseinrichtungen beim Ausbau ihrer verwalteten Anlagesumme ebenso geholfen wie neue Mittel, die ihnen zugeflossen sind. Insgesamt verwalteten die 300 größten „Pension Funds“, die man nicht ohne weiteres mit deutschen Pensionsfonds oder Pensionskassen vergleichen kann, Ende 2017 Vermögenswerte im Umfang von 18,1 Billionen US-Dollar.

Top 20 sind doppelt Spitze

Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten die 20 größten dieser Anlagevehikel. Laut Willis Towers Watson kamen sie beim verwalteten Vermögen um 17,4 Prozent voran. Das wiederum hat zu Folge, dass diese Spitzengruppe nun satte 41,1 Prozent aller Assets der 300 betrachteten Pensionseinrichtungen unter ihren Fittichen hält. Regional betrachtet liegt der Großteil der in der Betrachtung identifizierten Pensionsanlagen mit einem Anteil von 42,3 Prozent in den USA. Exakt 133 der „Pension Funds“ sind in den USA beheimatet. Europa und die Region Asien-Pazifik liegen mit einem Anteil von 26,5 beziehungsweise 27,3 Prozent in etwa gleichauf.


Beim Renditevergleich über mehrere Perioden hinweg setzen sich die USA ebenfalls an die Spitze: Die annualisierte Rendite im Zeitraum 2012 bis 2017 liegt bei den Pensionseinrichtungen aus den Vereinigten Staaten mit 6,2 Prozent Rendite über der der anderen Pension Funds. Zum Vergleich: In Europa beträgt die Rendite in dem Zeitraum 3,8 Prozent pro Jahr, während die Vertreter aus dem Asien-Pazifik-Raum mit ihren breit gestreuten Anlagen eine Rendite von 6,1 Prozent verbuchen konnten.

Deutschland taucht ab Rang 38 auf

Doch wer sind nun eigentlich die Platzhirsche in diesem Vergleich? Auf Rang 1 der größten staatlichen Pension Funds liegt Government Pension Investment aus Japan mit einem Gesamtanlagevolumen von 1,44 Billionen US-Dollar. Dicht auf den Fersen ist den Japanern der Government Pension Fund aus Norwegen, dessen Unterfonds zusammen 1,06 Billionen US-Dollar auf die Waage bringen. Um einen deutschen Vertreter in dem Ranking zu finden, muss man lange suchen. Erst auf Platz 38 wird man fündig: Die in München beheimatete Bayerische Versorgungskammer (BVK) verwaltet Pensionsgelder von umgerechnet 86,5 Milliarden US-Dollar. Die BVK führt die Geschäfte von zwölf berufsständischen und kommunalen Altersversorgungseinrichtungen. Auf Rang 144 wiederum findet man das BVV, das Branchenversorgungswerk der Banken und Finanzdienstleistungsinstitute in Deutschland, das 33,7 Milliarden US-Dollar angesammelt hat.

Bei diesem jährlich veröffentlichten Marktüberblick Pensionseinrichtungen wird nur ein Teil der weltweiten Pensionsgelder betrachtet. Im Blickfeld sind die folgenden Kernmärkte: Australien, Brasilien, Kanada, Chile, China, Finnland, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Indien, Irland, Italien, Japan, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Südafrika, Südkorea, Spanien, Schweiz sowie aus Großbritannien und den USA.