Green Bonds Die größten Irrtümer und wichtigsten Fakten zu Öko-Anleihen

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4. Green Bonds erfüllen keine Standards

WAHR – Emittenten von Green Bonds sind nicht dazu verpflichtet, sich an irgendwelche Standards zu halten. Es gibt anerkannte Standards wie die Zertifizierung der Climate Bond Initiative, aber diese werden derzeit nur von einer kleinen Anzahl von Emittenten übernommen. Die wichtigste branchenübliche Richtlinie zur Definition der Eigenschaften einer grünen Anleihe sind die Green Bond Principles. Diese bestehen aus vier Säulen: Verwendung der Erlöse, Prozess zur Projektbewertung und -auswahl, Verwaltung der Erlöse und Berichterstattung.

Es gibt jedoch keine festen Regeln, die Emittenten von grünen Anleihen verpflichten, diese Grundsätze einzuhalten. Allerdings gibt es kaum grüne Anleihen, die die Prinzipien ignorieren. Im Zuge des weltweiten Marktwachstums haben sich unterschiedliche lokale Ansätze etabliert, unter anderem eine chinesische Variante für lokale Emittenten. Daher hat AXA IM einen internen Bewertungsrahmen festgelegt, nach dem jede Anleihe bewertet wird. Dies ist ein wichtiger Bestandteil des Investmentprozesses: Er stellt sicher, dass grüne Anleihen, die hinter unseren Erwartungen zurückbleiben (und die einige abschätzig als "Green-Washing"-Anleihen bezeichnet haben), nicht versehentlich in die Portfolios von AXA IM gelangen.

5. Emittenten von Green Bonds können umweltschädlich handeln

WAHR – Nichts hindert ein kontroverses Unternehmen mit umweltschädlichen Praktiken daran, eine grüne Anleihe auszugeben. Konkrete Beispiele gibt es bisher bereits. Einige Anleger konzentrieren sich ausschließlich auf den ökologischen Nutzen der Anleihe – aber der Bewertungsrahmen von AXA IM verlangt, dass wir die breiteren Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken (ESG) und die Performance des Emittenten sorgfältig analysieren. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass die Praktiken nicht unseren Erwartungen entsprechen, ist die Anleihe für Investitionen nicht geeignet.

Mit dem AXA WF Global Green Bonds setzt AXA IM genau auf die Anleihen, die zur Finanzierung von umweltfreundlichen Projekten oder Anlagen emittiert werden. Der Fonds wurde im November 2018 drei Jahre alt und hat seit seiner Auflegung ähnlich hohe Renditen wie ein vergleichbarer Fonds aus dem Standard-Anleihenuniversum erzielt. Damit bietet er Investoren die Möglichkeit, in Umweltprojekte zu investieren, ohne Kompromisse bei der Rendite eingehen zu müssen. Der Fonds ist dazu konzipiert, das ihm anvertraute Kapital für Projekte mit positivem Nutzen für die Umwelt einzusetzen. Mithilfe des Green Bond Analysis Framework identifiziert AXA IM Emittenten mit einer klaren Umweltstrategie, um in glaubwürdig grüne Projekte zu investieren. Der globale Fixed-Income-Investmentprozess ermöglicht darüber hinaus, Top-Down und Bottom-Up-Chancen zu erkennen und adäquat auf einen rasch wachsenden Markt zu reagieren.

Der AXA WF Global Green Bonds (ISIN, Anteilsklasse A EUR: LU1280195881) wurde am 5. November 2015 lanciert und ist seither auf ein Volumen von mehr als 115 Millionen Euro angewachsen. Das Portfolio besteht vor allem aus Anleihen in Euro (55,4 Prozent) und US-Dollar (31,1 Prozent). Rund 75 Prozent der enthaltenen Anleihen weisen Ratings im Bereich A oder besser auf. Der Fonds investiert vor allem in Erneuerbare Energien (40 Prozent), Transportwesen (28 Prozent), nachhaltiges Bauen (18 Prozent) und Energieeffizienz (6 Prozent). Der AXA WF Global Green Bonds war vormals unter dem Namen AXA WF Planet Bonds bekannt und wurde 2018 umbenannt.

Mehr zum RI-Ansatz von AXA IM finden Sie hier.