Struktur, Gewinn, Gehalt Goldman Sachs baut weiter um und zahlt Chef Solomon 47 Millionen US-Dollar

David Solomon hat gut lachen. 2025 war das zweiterfolgreichste Jahr in der Geschichte von Goldman Sachs. Sein Gehalt steigt dadurch auf rund 47 Millionen US-Dollar.

David Solomon hat gut lachen. 2025 war das zweiterfolgreichste Jahr in der Geschichte von Goldman Sachs. Sein Gehalt steigt dadurch auf rund 47 Millionen US-Dollar. Bildquelle: Imago Images / Nexpher Images

Goldman Sachs hat sieben Partner in den Verwaltungsausschuss befördert und damit das oberste Entscheidungsgremium auf 46 Mitglieder erweitert. Alle Neuberufungen stammen aus dem Bereich Asset und Wealth Management – ein deutliches Signal für die strategische Ausrichtung der US-Bank, wie Bloomberg berichtet.

Zu den Beförderten gehören James Reynolds und Vivek Bantwal, die gemeinsam das globale Private-Credit-Geschäft innerhalb von Goldman Sachs Asset Management verantworten. John Mallory und Nishi Somaiya übernehmen als globale Co-Leiter die Vermögensverwaltungssparte der Bank. Sie folgen auf Tucker York, der zum Chairman des weltweiten Wealth-Management-Geschäfts ernannt wurde und dem Gremium weiterhin angehört.

Vermögensverwaltung als Wachstumstreiber

Die Personalentscheidungen unterstreichen die Bedeutung des Geschäftsbereichs, der Vermögenswerte von 3,6 Billionen US-Dollar verwaltet. Das Portfolio umfasst neben öffentlichen Investitionen auch Private Equity und Private Credit. „Die Möglichkeit, unser Franchise innerhalb von AWM weiter auszubauen, ist ein zentrales strategisches Ziel für das Unternehmen, und diese Gruppe von Führungskräften wird uns dabei helfen, unsere Ziele voranzutreiben", erklärte CEO David Solomon.

 

Ebenfalls in den Verwaltungsausschuss berufen wurden Michael Brandmeyer, Global Head und Chief Investment Officer der External Investing Group, Kristin Olson, Global Head of Alternatives for Wealth, sowie Gregory Calnon, Global Co-Head of Public Investing.

Meena Flynn an der Spitze des Private-Wealth-Geschäfts

In einer weiteren Personalentscheidung ernannte Goldman Sachs Meena Flynn zur Vorsitzenden des globalen Private-Wealth-Managements. Flynn, die nicht dem Verwaltungsausschuss angehört, ist zudem Co-Leiterin von One Goldman Sachs, einer bankinternen Initiative zur Verbesserung der Zusammenarbeit. Sie arbeitet seit gut 25 Jahren für Goldman Sachs in diversen leitenden Positionen. Vorherige Karrierestation war J.P. Morgan.

Frauenanteil steigt – Solomon sieht weiteren Nachholbedarf

Durch die jüngsten Veränderungen erhöht sich der Frauenanteil im Verwaltungsausschuss von 22 auf 24 Prozent. Solomon erklärte, die Bank müsse noch mehr tun, um Frauen im Unternehmen zu fördern. Im November beförderte Goldman den geringsten Anteil an Frauen zu Managing Directors seit Solomons Amtsantritt im Jahr 2018.

Solomon verdient nun mehr als JP-Morgan-Chef Dimon

Goldman hat 2025 das zweitbeste Jahr seiner Geschichte in Bezug auf den Umsatz abgeschlossen. Die Aktie stieg um gut 43 Prozent. Insgesamt meldete die Bank einen Nettoumsatz von gut 58 Milliarden Dollar (rund 49 Milliarden Euro). Die Investmentbank, die Unternehmensfusionen und Kapitalmaßnahmen begleitet, erzielte ihr umsatzstärkstes Jahr aller Zeiten. Die Erlöse aus Bank- und Börsengeschäften lagen bei gut 41 Milliarden Dollar (rund 35 Milliarden Euro) – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Einnahmen aus Investmentbanking-Gebühren stiegen um 21 Prozent.

 

CEO David Solomon wird dafür belohnt: Sein Gehaltspaket für 2025 steigt auf 47 Millionen US-Dollar (etwa 40 Millionen Euro) – ein Anstieg um 21 Prozent gegenüber 2024. Damit liegt er vor JP-Morgan-CEO Jamie Dimon, der für 2025 rund 43 Millionen Dollar (etwa 36 Millionen Euro) erhält.

Solomon erhält sein Gehalt nur zum Teil in bar: Sein Grundgehalt beträgt zwei Millionen Dollar (etwa 1,7 Millionen Euro), dazu kommt eine Barauszahlung in Höhe von zehn Millionen Dollar (8,4 Millionen Euro). Der Rest wird über Aktienanteile und sogenannte Carried Interest ausgezahlt – eine Gewinnbeteiligung, die er erhält, wenn Investitionen erfolgreich sind. Den größten Anteil machen leistungsabhängige Aktienpakete mit 31,5 Millionen Dollar (26,6 Millionen Euro) aus.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
Danke für Ihre Bewertung
Leser bewerteten diesen Artikel durchschnittlich mit 0 Sternen