Globale Konjunkturabkühlung Real Assets können eine Alternative sein

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Bedarf an geschicktem, aktivem Management

In den vergangenen Quartalen haben wir immer wieder die anhaltenden Divergenzen zwischen den Finanzmärkten und der Weltwirtschaft hervorgehoben. Und tatsächlich deutet derzeit alles auf eine neue Volatilitätsphase hin. Zusätzlich könnte der Rückgang der Anleiherenditen, resultierend aus möglichen Zollerhöhungen zwischen den USA und China, den nächsten Schritt der Fed erschweren.

Ohnehin scheinen die Märkte bis Ende des Jahres mit weiteren Zinssenkungen zu rechnen, um die Folgen des Handelsstreits zumindest teilweise auszugleichen.

Es sieht zunehmend danach aus, als würde die Fed zu Maßnahmen gedrängt, die sie kaum noch mit ihrem Doppelmandat für stabile Preise und maximale Beschäftigung rechtfertigen kann.

Die Folge ist eine Invertierung der Zinsstrukturkurve für US-Staatsanleihen. Auch wenn wir an unserer etwas positiveren Sicht auf die US-Wirtschaft festhalten, kann diese Entwicklung auch als Hinweis auf eine bevorstehende Rezession gedeutet werden. Vor dem Hintergrund sind wir auch weiterhin davon überzeugt, dass geschicktes Management gefragt ist, um die Herausforderungen zu meistern, die sich 2019 stellen.

US-Schatzpapiere als mögliche Alternative

Der bei Weitem wichtigste Faktor für den Anstieg der Verbraucherpreise in den vergangenen Jahren waren die Energiekosten. Trotz der relativ geringen Gewichtung von Öl im Verbraucherpreisindex (VPI) ist dieser Rohstoff zu einem großen Teil für die Volatilität des VPI-Gesamtwerts verantwortlich. Allerdings ist das weder neu noch überraschend.

Aus diesem Grund konzentrieren sich Marktbeobachter tendenziell auf die zugrunde liegende Kerninflation, also den Gesamtwert abzüglich der volatilen Segmente Lebensmittel und Energie. Aktuell erwarten wir, dass sich der Anstieg der Gesamtinflation in den nächsten Monaten verlangsamen wird, sofern sich die Ölpreise nicht erholen.

In ähnlicher Weise kann sich ein Preisanstieg aufgrund von Importzöllen unmittelbar auf die Inflation auswirken. Die längerfristigen, dauerhaften Folgen sind hier jedoch von Änderungen des Verbraucherverhaltens abhängig. Bislang allerdings bleiben die längerfristigen Inflationserwartungen relativ gut verankert. Die marktbasierten Erwartungen an die Inflation sind jedoch stark gefallen.

Diese sogenannten „Break-even“-Inflationsraten haben unmittelbar auf die jüngsten Rückgänge der Rohstoffpreise reagiert. Dadurch könnte es zu einem weiteren leichten Rückgang bei marktbasierten Kennzahlen für die langfristigen Inflationsraten kommen. Eine solche Entwicklung würde wahrscheinlich als Katalysator für weitere geldpolitische Lockerungen durch die großen Zentralbanken wirken und könnte großflächige Veränderungen an den Märkten mit sich bringen: schwächere Aktienmärkte oder langfristig höhere Anleiherenditen.

Dieses Zusammentreffen von „Schocks“ schafft genau das Umfeld, in dem Anleger ihr Renditepotenzial verbessern und die Volatilität ihres Portfolios senken können, wenn sie ein diversifizierendes Wertpapier wie etwa inflationsgeschützte US-Schatzpapiere (TIPS) halten. Doch wie muss darüber hinaus ein Engagement aussehen, das Inflationsschutz bietet?