Global Private Equity Barometer Institutionelle wollen stärker in Private Equity investieren

Family Offices und Versicherer haben in den vergangenen zwei Jahren bei Private Equity zugegriffen, so das jüngste Global Private Equity Barometer von Coller Capital: Zwei Drittel der Family Offices und die Hälfte aller Versicherungsgesellschaften haben ihren Anteil demnach erhöht.

Als Grund hierfür nennt Coller Capital die Leistung der Anlageklasse, die im Niedrigzins-Umfeld „solide“ gewesen sei: Ein Viertel der institutionellen Private-Equity-Anleger (Limited Partners, LPs) habe seit Auflage ihres Private-Equity-Portfolios Nettojahresrenditen von mindestens 16 Prozent eingefahren. Sieben von zehn Investoren hätten mindestens 11 Prozent Plus gemacht.

Auch in Zukunft ist Private Equity gefragt. Dabei wollen 84 Prozent der LPs in den nächsten Jahren jedoch keine weiteren Gelder bei Private-Equity-Fondsmanagern (General Partners, GPs) anlegen, deren letzte zwei oder mehr Fonds sie finanziert haben. Stattdessen planen 70 Prozent ihr Geld in First-Time-Fonds (Premierenfonds) neuer GPs zu stecken.

Bei diesen Premierenfonds bevorzugen 93 Prozent einen Anlageschwerpunkt auf entwickelte Private-Equity-Märkte. Schwellenländer sind hingegen lediglich bei einem Drittel gefragt.

Auch nach der Änderung der Geschäftsbedingungen neuer Private-Equity-Fonds halten 44 Prozent der LPs weitere Neuerungen für wahrscheinlich. Dabei wären 60 Prozent der nordamerikanischen LPs bereit, für eine geringere Verwaltungsgebühr eine niedrigere Hurdle Rate (erwartete Mindestrendite) in Kauf zu nehmen – außerhalb Nordamerikas sind es 40 Prozent.