Gewinner der Digitalisierung gesucht Baki Irmak und Stefan Waldhauser starten Technologiefonds

Baki Irmak (rechts) und Stefan Waldhauser: Das Duo bringt den Aktienfonds The Digital Leaders Fund auf den Markt. | © Baki Irmak, Stefan Waldhauser

Baki Irmak (rechts) und Stefan Waldhauser: Das Duo bringt den Aktienfonds The Digital Leaders Fund auf den Markt. Foto: Baki Irmak, Stefan Waldhauser

Baki Irmak und Stefan Waldhauser lancieren zusammen mit Universal-Investment den The Digital Leaders Fund (ISIN: DE000A2H7N24). Der weltweit investierende Aktienfonds soll den Schwerpunkt auf Gewinner der Digitalisierung legen. Auswählen will das Duo nach eigenem Bekunden diejenigen Unternehmen, die für das digitale Zeitalter am besten positioniert sind.

„Digitaler Wandel bringt riesige Anlagechancen“

Im Unterschied zu anderen Fonds werde dabei nicht nur in digitale Startups oder in die großen Plattformen wie Google, Amazon und Facebook investiert, so Waldhauser: „Wir sind davon überzeugt, dass der digitale Wandel die umfangreichste Veränderung und die größte Investmentchance unserer Zeit ist. Wir wollen uns langfristig an Unternehmen beteiligen, die von der Digitalisierung profitieren und die Aussicht auf erhebliche Kursgewinne bieten. Profitables und nachhaltiges Wachstum werde zukünftig von den digital führenden Unternehmen erzielt: „Es braucht jedoch einen neuen Investmentansatz, um diese Aktien zu identifizieren“, so Waldhauser.

Die Fondsmanager nennen drei gesuchte Unternehmenstypen: „Digital Transformation Leaders, also traditionelle Unternehmen, die einen sehr hohen digitalen Reifegrad erreicht haben und dabei sind, sich von ihrer Konkurrenz abzusetzen und ihre Branche zu dominieren. Digital Business Leaders, das sind oftmals relativ junge Unternehmen aus dem digitalen Zeitalter, die ihre Industrie mit ganz neuen Geschäftsmodellen und Plattformen entscheidend verändern und oftmals einzelne Marktsegmente beherrschen. Die dritte Gruppe bilden Digital Enablers, Unternehmen, die mit ihrer Hardware und Software die kritischen Technologien liefern, entsprechende Dienstleistungen anbieten und somit den digitalen Wandel erst ermöglichen.“

Co-Initiator Irmak sagt: „Man ist nicht das, was man sagt, sondern was man tut. Das gilt auch für Unternehmen. Mit ihren Angeboten hinterlassen sie eine digitale Spur, die oft mehr über sie verrät als öffentliche Verlautbarungen und Jahresabschlüsse.“ Eine genaue Analyse dieser Daten zeige, wer Digitalisierung kann und wer nur darüber rede.

Er habe festgestellt, dass sich über einige wenige Erfolgsfaktoren analysieren lasse, welche Unternehmen sich im digitalen Zeitalter von der Konkurrenz absetzen, so Irmak: „Dazu gehört unter anderem, wie stark Unternehmen tatsächlich Kundenzufriedenheit messen und ihr Angebot daraufhin kontinuierlich verbessern, wie sehr sie auf Plattformen und Algorithmen setzen, ob sie auf agile Produktentwicklung bauen und inwieweit es dem Management gelingt, die Mitarbeiter zu begeistern und die besten Talente im Markt zu rekrutieren. Unternehmen, die diese Attribute aufweisen, haben zu einem gewissen Grad Innovation und Erfolg institutionalisiert.“ Wenn die Titel dann noch attraktiv bewertet seien, investiere der Fonds, sagt der Fondsmanager.

Irmak war viele Jahre in leitender Funktion für den Deutsche-Bank-Konzern und der DWS tätig, zuletzt als Global Head of Digital Business für die Deutsche Asset & Wealth Management und als Mitglied im Digital Executive Committee der Deutschen Bank in London. Wirtschaftsmathematiker Waldhauser kommt aus der Tech-Industrie und gründete unter anderem bereits ein Software-Unternehmen.